Basilikum
Basilikum (Ocimum basilicum)
Herbarium

Basilikum

Ocimum basilicum

Eines der beliebtesten europäischen Küchenkräuter ist gewiss Basilikum (Ocimum basilicum). Sein aromatischer, dezent süßlicher und leicht pfeffriger Geschmack kommt zahlreichen, insbesondere italienischen Speisezubereitungen von Saucen und Pestos über Pasta und Fisch bis hin zu Salaten zugute. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass es neben dem mediterranen Basilikum noch diverse andere Basilikumsorten und -arten gibt, die vor allem in der südasiatischen Küche eingesetzt werden. So zum Beispiel Thai-Basilikum, das asiatische Top-Gewürz.

Basilikum ist eine typisch krautige, meist mehrjährige Pflanze, die zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gehört und Wuchshöhen zwischen 20 und 60 cm erreicht. Sie ist mit Kräutern wie Rosmarin und Salbei verwandt und kommt ursprünglich aus den afrikanischen und asiatischen Tropen. Heute wird Basilikum rund um den Globus kultiviert. Neben seiner Funktion als Küchenkraut hat Basilikum bereits seit der Antike eine volksmedizinische Bedeutung. Obwohl die Pflanze segensreiche Eigenschaften aufweist, spielt sie in der heutigen Pflanzenheilkunde keine große Rolle mehr, da es für jede Anwendung gewöhnlich wirksamere Heilkräuter gibt.

Traditionell geschätzt wird Basilikum zur Linderung leichter Erkältungen und grippaler Infekte mit Fieber, Husten und Halsschmerzen. Auch bei Nervosität, Stress und Unruhe kann das Heilkraut nützlich sein. Jüngste Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass die ätherischen Öle des Basilikums gegen Herpes und Hepatitis wirksam sein können. Vorsicht: In der Schwangerschaft sollte Basilikum vermieden werden, da der enthaltende Campher Gebärmutterkrämpfe verursachen kann.

Wirkungen

beruhigend, entzündungshemmend, hustenbekämpfend, krampflösend, milchtreibend, stärkend, wundheilend

Anwendungen

Erkältungen und Infekte, Gelenkschmerzen, Hepatitis, Herpes, Husten, Magen-Darm-Beschwerden, Nervosität und Unruhe, Stillen, Verdauungsbeschwerden

Enthalten in