Bittermelone
Bittermelone (Momordica charantia)
Herbarium

Bittermelone

Momordica charantia

Die Heimat der Bittermelone (Momordica charantia) liegt in Indien und China. Mittlerweile wird sie weltweit in tropischen Gefilden als Lebensmittel und Heilpflanze angebaut. Zur Kultivierung sind viel Feuchtigkeit und nährstoffreiche Böden erforderlich, wild wächst das Kürbisgewächs (Cucurbitaceae) bevorzugt an Ufern sowie auf aufgelassenen Kulturflächen. Die einjährige krautige Gemüsefrucht ist in Asien, Afrika, Südamerika und der Karibik auch als Bittergurke, Bittere Springgurke, Balsambirne, Karela und Goya bekannt. Sie wächst an aufsteigenden oder niederliegenden behaarten Ranken, die 3 bis 10 m lang werden können.

In den Anbauregionen wird die Bittermelone für ihren hohen Gehalt an Proteinen und Kohlehydraten sowie den niedrigen Fettanteil geschätzt. Hinzu kommen Kalzium, Karotin und die Vitamine A, B2 und C. Die nur unreif genießbaren Früchte sind insbesondere in Asien – in unterschiedlichen Zubereitungsarten – ein traditioneller Bestandteil der Ernährung. Dort nutzt man die gesundheitsfördernde Wirkung der Bittermelone jedoch auch für volksmedizinische Anwendungen.

Speziell im Ayurveda, aber auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) finden die Samen, Früchte, Blätter und Wurzeln der Bittermelone seit vielen Jahrhunderten regen Anklang, vor allem bei Diabetes. Die Blutzucker senkende Wirkung wurde bereits 1940 im Tierversuch und später am Menschen nachgewiesen. Für die hypoglykämische Wirkung macht man den Inhaltsstoff Charantin verantwortlich. Magenverstimmungen, entzündete Hämorrhoiden, Krämpfe und Fieber, Wurmbefall sowie Gallenbeschwerden sind weitere überlieferte Anwendungen aus Fernost. für die Bittermelone.

Wirkungen

blutzuckerregulierend, entschlackend, entwässernd, gallefördernd, immunstimulierend, magenschützend, temperatursenkend

Anwendungen

Bluthochdruck, Diabetes, Fieber, Gallenbeschwerden, Koliken und Krämpfe, Pilze und Parasiten, TCM, Verdauungsbeschwerden

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