Bockshornklee
Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum)
Herbarium

Bockshornklee

Trigonella foenum-graecum

In vielen Ländern der Mittelmeerregion und des Orients ist der Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) seit Tausenden Jahren als Gewürz und Heilpflanze in Gebrauch. Er ist eng mit dem Schabzigerklee verwandt. Experten zeichnen das Hülsenfruchtgewächs (Fabaceae) als eine unserer ältesten Arznei- und Kulturpflanzen aus. Sie gedeiht auf lehmigen und sonnigen Standorten, wo sie Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht.

Sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) als auch im indischen Ayurveda findet der Bockshornklee Verwendung. Auf alten ägyptischen Schriftrollen taucht die Heilpflanze als Mittel gegen Brandwunden auf. Wegen seines hohen Schleimgehaltes empfahlen die hippokratischen Ärzte den Bockshornklee bei Geschwüren und anderen entzündlichen Hautbeschwerden. Nachdem Karl der Große die Pflanze in sein Regularienwerk „Capitulare de villis“ (vermutlich 812 n. Chr.) aufnahm, wurde der Bockshornklee auch nördlich der Alpen heimisch. In der Folge begannen Benediktinermönche mit der Kultivierung des landläufigen Griechischen Heus bzw. Kuhhornklees. Hildegard von Bingen empfahl Bockshornklee gegen Fieber. Weitere traditionelle Überlieferungen bringen die Heilpflanze mit Stoffwechselerkrankungen und der Wundversorgung in Zusammenhang. Der Pfarrer und Naturheilkundler Kneipp war ein großer Verfechter der Heilpflanze bei Geschwüren.

1990 hat die Kommission E die harmonisierende Wirkung der sehr gut verträglichen Pflanze bei Appetitmangel und Untergewicht sowie Haut- und Schleimhautentzündungen anerkannt. Dafür verantwortlich sind über die Schleimstoffe hinaus ätherische Öle, Flavonoide und Sterole. Da Bockshornklee offenbar auch eine blutzuckersenkende Wirkung hat, wird er neuerdings auch bei leichtem Diabetes eingesetzt.

Wirkungen

antibakteriell, antioxidativ, appetitanregend, blutzuckerregulierend, entzündungshemmend, hormonausgleichend, milchtreibend, schleimlösend

Anwendungen

Appetitlosigkeit, Diabetes, Entzündliche Hauterkrankungen, Entzündungen in Mund und Rachen, Erkältungen und Infekte, Stillen, TCM, Wundheilung

Enthalten in