Goldfaden, Chinesischer
Goldfaden, Chinesischer (Coptis chinensis)
Herbarium

Goldfaden, Chinesischer

Coptis chinensis

Schon über 2000 Jahre ist der Chinesische Goldfaden (Coptis chinensis) fester Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Dort gehört er zur Gruppe der kühlenden „gelben“ Kräuter und wird zur Ableitung von Hitze und Feuchte verwendet. Größere Vorkommen des Chinesischen Goldfadenerdspross liegen in den Provinzen Sichuan und Yunnan. Die Wurzeln des bitteren Hahnenfußgewächses (Ranunculaceae) werden im Herbst ausgegraben, gereinigt und getrocknet.

Als Funktionskreisbezüge nennt die TCM die Organe Herz, Milz, Magen, Leber und Dickdarm. Ein klassisches Anwendungsgebiet des Goldfadens sind Verdauungsbeschwerden: Die Pflanze regt den Gallenfluss stark an und unterstützt den Funktionserhalt und das natürliche Gleichgewicht der Stoffwechselprozesse von Leber und Gallenblase. Weiterhin löst das Kraut Verschlackungen und macht das Gewebe wieder für Nährstoffe zugänglich.

Wissenschaftliche Studien wiesen zudem eine antibiotische und antimykotische Wirkung nach. Dafür verantwortlich ist der Inhaltsstoff Berberin. Das macht den Goldfaden – neben Neembaum-Auszügen – zum Mittel der Wahl bei bakteriellen und parasitären Infektionen sowie Pilzbefall. Auch zur desinfizierenden Behandlung von Entzündungen und Wundreinigung ist der Goldfaden bestens geeignet, zum Beispiel als Spülung oder Kompresse. Vorsicht: Während der Schwangerschaft sollten Extrakte des Krauts nur mit Vorsicht verzehrt werden.

Wirkungen

antibakteriell, antiseptisch, beruhigend, entgiftend, entzündungshemmend, gallefördernd, pilzhemmend

Anwendungen

Entgiftung, Entzündungen, Erkältungen und Infekte, Fieber, Gallenbeschwerden, Immunschwäche, Leberbeschwerden, Pilze und Parasiten, TCM, Verdauungsbeschwerden, Wundheilung

Enthalten in