Heidelbeere
Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
Herbarium

Heidelbeere

Vaccinium myrtillus

Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) sind nicht nur schön anzusehen, sie sind vor allem auch ziemlich lecker – und mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt sehr gesund! Der sommergrüne, stark verzweigte Halbstrauch aus der Pflanzenfamilie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) ist wild in den gemäßigte Klimazonen Nord- und Mitteleuropas heimisch. Er bevorzugt ausgedehnte Nadelwälder und wird zwischen 20 und 50 cm groß. Die süßen Beerenfrüchte können von Juli bis September gepflückt werden. Aufgrund deren tiefdunkler Blaufärbung wird die Heidelbeere umgangssprachlich auch Schwarzbeere oder Blaubeere genannt.

In der Pflanzenheilkunde kommen vor allem die getrockneten, reifen Früchte (Myrtilli fructus) zum Einsatz. Abgesehen davon, dass sie als Anti-Aging-Booster gelten und ideal zur Prävention (Herz-Kreislauf, Gefäße, Verdauung usw.) geeignet sind, enthalten sie neben Flavonoiden und Fruchtsäuren auch viele Gerbstoffe. Diese verleihen den Beeren eine leicht antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Der sekundäre Pflanzenstoff Myrtillin, der für die blaue Farbgebung verantwortlich ist, hemmt zudem das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren. Daher entfaltet die Heidelbeere vor allem bei Durchfällen und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut ihr heilendes Potential. Diese Wirkung wurde von der Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte offiziell anerkannt.

In der traditionellen Volksmedizin gelten darüber hinaus Heidelbeerblätter (Myrtilli folium) als wirksames Mittel gegen Bluthochdruck. Deren Inhaltsstoffen sagt man eine blutzuckersenkende Wirkung nach. Allerdings steht ein wissenschaftlicher Nachweis noch aus.

Wirkungen

antibakteriell, blutzuckerregulierend, entzündungshemmend

Anwendungen

Anti-Aging, Diabetes, Durchfall, Entzündliche Hauterkrankungen, Entzündungen in Mund und Rachen, Herz-Kreislauf-Prävention, Juckreiz, Pilze und Parasiten

Enthalten in