

Igelstachelbart
Hericium erinaceus
Der Igelstachelbart, wissenschaftlich Hericium erinaceus, ist ein optisch auffälliger Medizinalpilz, der in Europa, Nordamerika und Asien heimisch ist. Sein natürliches Habitat sind luftfeuchte Laubwälder, bevorzugt Buchen- und Eichenbestände in Seenähe. Dort wächst er als Weißfäule-Erreger meist auf abgestorbenem oder geschwächtem Holz. Wegen seines zotteligen Aussehens wird er im Englischen „Lion’s Mane“ (Löwenmähne) genannt; hier kennt man ihn auch als Affenkopfpilz. Er wird seit Jahrhunderten in der TCM zur Stärkung der Nerven und geistigen Klarheit eingesetzt.
Der Igelstachelbart gehört zur Familie der Hericiaceae innerhalb der Ordnung der Russulales. Sein Fruchtkörper ist weiß bis cremefarben, weich und besteht aus büschelig herabhängenden, nadelartigen Zotten. Diese „Stacheln“ können bis zu 5 cm lang werden und verleihen dem Pilz seine charakteristische Form. Der Fruchtkörper erreicht eine Größe von 25 bis 30 cm. Geschmacklich erinnert der proteinreiche Edelpilz an Meeresfrüchte, weshalb er auch in der Gourmetküche geschätzt wird.
Hericium ist reich an Polysacchariden, Erinacinen und Hericenonen. Verbindungen, die für neuroprotektive Eigenschaften bekannt sind. Studien legen nahe, dass sie die Nervenzellen vor Abbauprozessen schützen und die Neubildung von Nervenzellen stimulieren können. Deshalb gilt der Igelstachelbart als Jungbrunnen für das Gehirn: Sein Verzehr schärft den Fokus und die Konzentration und wirkt Demenz und Alzheimer entgegen. Daneben weist er antioxidative, entzündungshemmende und stressreduzierende Eigenschaften auf. Die Naturheilkunde empfiehlt Hericium auch bei Magenbeschwerden wie Gastritis.
Wirkungen
antioxidativ, beruhigend, zellstärkend
Anwendungen
Nervosität und Unruhe, Schlafstörungen, TCM
