sicher bezahlen

Kostenloser Versand (D) ab € 50.- | Schnelle Lieferung in 1-2 Tagen mit DHL | Kostenfreie Experten-Hotline (D) 0800 401 35 60

 

Borreliose Teil 2: Diagnose- und Therapieverfahren

Die Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Erkrankung, die mit ganz unterschiedlichen Beschwerden einhergeht. Auslöser dieser Infektionskrankheit sind Borrelien-Bakterien, die durch einen Zeckenstich in den menschlichen Körper gelangen. Schätzungen zufolge infizieren sich in Deutschland jährlich 60.000 – 80.000 Menschen mit Borrelien. Doch wirklich verlässliche Zahlen gibt es nicht, denn in vielen Fällen bleibt eine Borreliose unerkannt.

Warum die Diagnose einer Borreliose so schwierig ist

In der Medizin wird die Borreliose als Multisystemerkrankung bezeichnet, da sie mehrere Organe gleichzeitig befallen kann. Am häufigsten sind Haut, Gelenke, Nervensystem, Augen und Herz betroffen. So lässt sich schon erahnen, wie vielfältig die möglichen Symptome einer Borreliose sein können, von denen einige auch bei anderen Erkrankungen beobachtet werden. Plötzlich auftretendes Fieber, Gelenkschmerzen oder ein gelähmter Gesichtsnerv können diverse Ursachen haben. Genau das macht die Diagnose einer Borreliose so schwierig. „Nicht selten kommt ein Patient mit einer Rheuma-Diagnose in meine Praxis und schließlich stellt sich heraus, dass sein Rheuma eine Borreliose ist und somit ganz anders behandelt werden muss“, berichtet die langjährige Heilpraktikerin Barbara Galke, die ihre Praxis Anfang des Jahres nach Hamburg verlegt hat.

Das einzige charakteristische Symptom einer Borreliose ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans) – eine ringförmige Hautrötung, die nach einigen Tagen bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle auftreten kann. Doch nur bei jeder zweiten Borrelien-Infektion kommt diese Rötung auch tatsächlich vor. Die Situation ist also auch hier nicht eindeutig. Oft wird ein Zeckenstich nicht mehr erinnert oder mit dem Beschwerdebild in Verbindung gebracht, da er schon Monate oder gar Jahre zurückliegt. Aus diesem Grund ist es meist notwendig, verschiedene Diagnostikverfahren wie die Labordiagnostik, Dunkelfeld- oder Regulationsdiagnostik zu nutzen, um weitere Informationen zu erhalten.

Blutuntersuchung: Borreliose-Antikörper IgM und IgG

Wenn eine Infektion stattgefunden hat, bildet das Immunsystem Abwehrstoffe gegen die Borrelien (Antikörper), die zu den Klassen Immunglobin M und Immunglobin G (IgM und lgG) gehören. Bei Verdacht auf eine Borrelien-Infektion führt der Arzt zunächst eine Blutuntersuchung durch. Ein Suchtest soll herausfinden, ob Antikörper gegen Borrelien im Blut vorhanden sind.

IgM-Antikörper sind in der Regel nur sechs Monate im Blut nachweisbar, IgG-Antikörper hingegen über viele Jahrzehnte. Die Antikörper zeigen jedoch nur an, dass sich das Immunsystem mit dem Krankheitserreger auseinandersetzt oder einmal auseinandergesetzt hat, was schulmedizinisch bedeutet (die Naturheilmedizin sieht das anders), dass nicht zwingend eine behandlungsbedürftige Krankheit vorliegt.

Im umgekehrten Fall heißt dies, dass ein negativer Antikörpertest nach einem Zeckenstich, eine Lyme-Borreliose nicht sicher ausschließen kann. Somit ist es ratsam, die Antikörperwerte nach einiger Zeit erneut zu messen, um eine Diagnose stellen zu können.
Vor allem ist es wichtig, weitere Untersuchungsergebnisse und Symptome zu berücksichtigen sowie den gesamten Körper und das Befinden aufmerksam zu beobachten.

Antibiotika: die klassische Behandlung einer Borrelien-Infektion

Bei der Behandlung einer Borreliose ist zu beachten, dass die Erkrankung in ihrem Verlauf in drei unterschiedliche Phasen eingeteilt wird:

1.    Stadium: Lokalinfektion und grippeähnliche Symptome
2.    Stadium: Ausbreitung der Borrelien im Organismus
3.    Stadium: Chronische Borreliose

Eine klassische Behandlung mit Antibiotika, wie sie die Schulmedizin vorsieht, eignet sich hauptsächlich für eine Borreliose im ersten Stadium. Die Borrelien halten sich nur kurze Zeit im Blut auf und setzen sich sehr schnell in einzelnen Zellen fest. Dort sind sie sowohl vom Immunsystem als auch durch Antibiotika nur schwer zu bekämpfen. Problematisch ist zudem, dass es immer häufiger vorkommt, dass die Bakterien resistent gegen Antibiotika sind. Dies ist oft die Folge von zu häufiger Antibiotikagabe in der Vergangenheit und dem starken Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Sich einzig und allein auf die Therapie durch Antibiotika zu verlassen, ist also keine gute Idee.

„Die Verabreichung von Antibiotika kann in manchen Fällen durchaus sinnvoll sein, aber die Therapie ist damit keinesfalls abgeschlossen“, sagt Barbara Galke. Häufig entsteht laut Galke eine chronische Borreliose, weil die Antibiotika-Therapie zu kurz angesetzt wird (nur 10 bis 14 Tage) und im Anschluss keine weitere Behandlung der eigentlichen Borreliose erfolgt. „Der Erkrankte muss lernen umzudenken. Es gibt nicht das eine Mittel gegen Borreliose. Vielmehr muss der Betroffene aktiv an dem Prozess der Heilung mitarbeiten und zusammen mit seinem Arzt und/oder Heilpraktiker nach individuell auf ihn und die ihn betreffende Form von Borreliose abgestimmte Therapieverfahren suchen. Die Behandlung muss ganzheitlich geschehen und erfordert oftmals viel Geduld von allen Beteiligten“, so die Heilpraktikerin.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten

Insbesondere wenn Borrelien resistent gegen Antibiotika sind und bei einer akuten Borreliose empfiehlt Barbara Galke die Behandlung mit bestimmten homöopathischen Präparaten von Sanukehl.
Ebenso wie der Ethnobotaniker Wolf-Dieter Storl (Autor des Bestsellers „Borreliose natürlich heilen“) hat Galke zudem die Erfahrung gemacht, dass es Heilkräuter gibt, deren Einsatz die Symptome einer Borreliose deutlich verbessern oder die Krankheit sogar ganz heilen kann. Immunstärkende und natürlich antibiotisch wirkende Heilpflanzen wie Kardenwurzel, Katzenkralle, Neembaum oder Artemisia annua (Wellnest Lumacell Akut) können die körpereigenen Abwehrkräfte so spezifisch steigern, dass Borrelien unwirksam werden. Auszüge dieser Arzneipflanzen haben in der Naturheilkunde und Volksmedizin eine lange Tradition und fanden wegen ihrer immunstimulierenden Eigenschaften seit jeher Anwendung.

Das Potenzial der Pflanzen, die Selbstheilungskräfte des Körpers überdurchschnittlich anzuregen, sollte bei einer Borrelien-Infektion unbedingt genutzt werden. Eine Kombination der vier Heilkräuter ist bei einer Borreliose sehr zu empfehlen. Wichtig ist, dass bei Heilkräuterauszügen auf die entsprechende ganzheitliche Qualität geachtet wird, d. h. dass die Pflanzenstoffe in der Tinktur möglichst im gleichen Wirkstoff-Verhältnis vorliegen wie in der Pflanze selbst. Genauere Informationen zu den in den Heilpflanzen enthaltenen Wirkstoffen finden Sie in der Kategorie Borreliose-Nachsorge. Auch eine Behandlung mit Heilkräutern sollte erst nach eingehender Untersuchung und einer klaren Diagnose durch einen Arzt bzw. Heilpraktiker erfolgen. Die Dosierung gilt es individuell anzupassen, um einen bestmöglichen Heilungserfolg zu erzielen.

So lässt sich die Borreliose-Behandlung unterstützen

Nach einer Antibiotika-Therapie ist es besonders wichtig, die dadurch angegriffene Darmflora wieder aufzubauen, um die Grundlage für ein gesundes Immunsystem wiederherzustellen. Häufig ist auch eine Ausleitung von Schadstoffen und Schwermetallen sinnvoll. „Borrelien lieben Quecksilber“, so Barbara Galke.

Eine Borreliose-Behandlung lässt sich durch Saunagänge und Schwitzhüttenbesuche unterstützen, denn bei Temperaturen über 42° C verkümmern Borrelien. Die künstliche Überhitzung des Körpers ahmt Fieber nach, eine natürliche Immunreaktion gegen Infektionen, die schweißtreibend wirkt, die Durchblutung fördert und Erreger abtötet. Überdies ist eine basische, auf frischem Obst und Gemüse basierende Ernährung und der Verzehr von Apfelessig, ausreichend Schlaf sowie Bewegung an der frischen Luft vorteilhaft. Mehrfachansteckung ist möglich. Leider entwickelt sich gegen Borrelien keine Immunität, da es verschiedene Formen des Bakteriums gibt. Es ist möglich, sich im Laufe seines Lebens mehrfach zu infizieren und sogar verschiedene Erkrankungsstadien gleichzeitig zu durchlaufen.

Als präventive Maßnahme gegen eine Borreliose empfiehlt Barbara Galke die wöchentliche Einnahme von Nosoden in der Zecken-Hauptsaison. Vor allem für Menschen, die sich in den Sommermonaten sehr viel in Wald und Wiesen aufhalten sowie für Kinder kann die Einnahme des homöopathischen Mittels ratsam sein. Nosoden sollen das Immunsystem stimulieren, sodass es nach einem Zeckenstich seltener zu einer Borreliose kommt oder diese zumindest stark abgeschwächt ist.

Der beste Schutz gegen eine Borrelien-Infektion ist aber nach wie vor, Zeckenstiche durch geeignete Kleidung zu vermeiden und den Holzbock, sollte es dennoch zu einem Stich kommen, umgehend zu entfernen.

Empfehlungen

  • Schlafstörungen

Durchsuchen Sie das Wellnest Magazin: