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Über den Einfluss der Darmflora auf Stimmungen und Verhalten: Das bewusstseinsstimulierende Potenzial probiotischer Bakterien

Obwohl bekanntlich gutes Essen glücklich macht und schlechte Laune den Appetit verdirbt, scheint sich erst jetzt in den Bio- und Humanwissenschaften die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Darmflora, das heißt die individuelle Zusammensetzung der im Darm lebenden Bakteriengemeinschaft, fürs psychische Wohlbefinden mitverantwortlich ist. Tatsächlich beschreiben aktuelle Forschungsergebnisse, wie Stimmungen und Verhaltensweisen ihren Ursprung offensichtlich nicht allein im Gehirn, sondern auch im Darm haben, zumindest partiell. Demnach wären Emotionen und ihre Ursachen psychologisch sowie molekular- und neurobiologisch erklärbar. Allerdings weiß man über diesen tieferen Zusammenhang zwischen Verdauungsapparat und Psyche bislang recht wenig.

Kommunikationsachse Vagusnerv: Verbindet Darm und Gehirn

Was ist bekannt? Zunächst einmal gilt es zu berücksichtigen, dass unser Gehirn stets darüber informiert ist, was im Darm passiert. Und das, obwohl die Verdauungsorgane ihre Tätigkeiten autonom erledigen. Im Gegensatz zu anderen Regelkreisen, zum Beispiel dem Herz-Kreislauf-System, existiert im Gehirn kein Bereich, der für die Verdauung verantwortlich wäre. Diese regeln vielmehr die rund 100 Millionen in den Darmwänden befindlichen Nervenzellen. Zwischen unten und oben existiert mit dem Vagusnerv jedoch eine zentrale Kommunikationsachse. Der Vagusnerv verbindet die Nervenzellen mit dem Gehirn und berichtet automatisch über die im Darm stattfindenden Prozesse. Interessanterweise verarbeitet das Gehirn die nonstop eintrudelnden Informationen im limbischen System, also in einem für Emotionen zuständigen Bereich.

Mit wertvollen Milchsäurebakterien
Bifidus Trockenjoghurt: 2 Veggie-Tabs haben den
bifidogenen Nutzen von 3 Bio-Joghurts (© Wellnest)

Die Nahrungszufuhr beeinflusst Reaktionsmuster im Gehirn

Im Zuge dessen registriert die Überwachungsinstanz Gehirn gemäß dem Bauplan der Natur die einzelnen Nahrungsbestandteile und überprüft, inwiefern diese zur Weiterverwertung geeignet sind sowie deren Nährstoffgehalt. Gehen die Verdauungsorgane ihrer Arbeit reibungslos und damit in einer für den Organismus zufriedenstellenden energieliefernden Weise nach, gibt das Gehirn grünes Licht. Anders im umgekehrten Fall, dann herrscht Alarmstimmung: die Gemütsverfassung schlägt Kapriolen (Resultat kurzfristiger Entwicklungen), im schlimmsten Fall nimmt sie sogar Schaden (Resultat langfristiger Entwicklungen). Zwei Beispiele:

– Kurzfristig: Wer hungrig ist, neigt zu Risikoentscheidungen.

– Langfristig: Patienten mit Reizdarm bzw. chronischen Darmentzündungen leiden überproportional häufig unter Depressionen und Angstzuständen.

Kurz gesagt sind Nährstoffe also dazu imstande, Reaktionsmuster im Gehirn zu verändern. Dass diese Muster manipulierbar sind, zeigt sich beispielsweise in „antrainierten“ Depressionen: Anscheinend nimmt mit steigendem Konsum industriell verarbeiteter Lebensmittel das Depressionsrisiko zu. Verantwortung dafür tragen die 100 000 000 000 000 (= 100 Billionen) im Darm lebenden Mikroorganismen, die in mehreren Dutzend Arten organisiert sind.

Gemütsverändernde Signale: Einflüsterungen aus dem Darm

Interessanter Weise besitzt jeder Mensch eigene Mikrobenstämme, gleichsam einem Fingerabdruck. Sie befinden sich in einem ständigen Ringen um die Vorherrschaft im Darm und sind deshalb einem steten Wandel unterworfen. Allerdings korrespondiert ihre Entwicklung und Ausprägung stark mit der Ernährung der ersten 15 Lebensjahre – was man als Heranwachsender konsumiert, bestimmt die Bakterien-Zusammensetzung im Verdauungstrakt und sorgt für die Bildung persönlicher Mikrobenstämme. Gemäß dem bisherigen Forschungsstand hat die Bakterienzusammensetzung einen spürbaren Einfluss auf das Immunsystem und die Verdauung. Doch Versuche mit Mäusen lassen darüber hinaus die Ansicht, dass der Mensch ist, was er isst, in einem ganz neuen Licht erscheinen. So fanden die an den Untersuchungen beteiligten Wissenschaftler heraus, dass die Nervenzellen des Verdauungstrakts Rezeptoren besitzen, die auf die Anwesenheit bestimmter Bakterien und ihrer Abbauprodukte reagieren, indem sie Stimmungen und Verhalten beeinflussen:

– Erhielten die Mäuse probiotische Bakterien der Gattung Lactobacillus rhamnosus, wurden sie unternehmungsfreudiger und ausdauernder.

– Mit einem bestimmten Milchsäurebakterium ließ sich die Ausschüttung von Stresshormonen reduzieren.

– Keimfreien Mäusen, denen man die Darmflora sehr ängstlicher Tiere einpflanzte, wurden unsicherer. Umgekehrt wurden die Tiere mutiger, wenn sie Mikroben dynamischer Artgenossen erhielten.

Es stellt sich daher die Frage, ob wir durch unsere Darmbewohner manipuliert werden, indem sie auf die Signale des Vagusnervs einwirken? Damit wäre auch denkbar, dass Mikroben unser Essverhalten beeinflussen.

Wird der Mensch durch seine Darmflora manipuliert?

Ein Gedanke, für den durchaus überzeugende Indizien vorliegen, schließlich variiert die Bakterienzusammensetzung mit der Ernährungsweise und dem Gesundheitszustand. Vor allem Fettiges und Süßes regt die Darmbewohner zur Vermehrung ab. Wenn man bedenkt, dass die Stämme untereinander in Konkurrenz stehen, und daher darauf bedacht sind, möglichst zahlreich vertreten zu sein, ist es durchaus legitim anzunehmen, dass uns die Bakterien zur Zufuhr bestimmter Nahrungsmittel „drängen“, selbst wenn dieses Nährstoffinteresse nicht mit individuellen Ernährungszielen übereinstimmt. Bestes Beispiel ist das häufig im Darm vorkommende Bakterium Escherichia coli, das unter anderem eine Rolle bei der Produktion von Dopamin spielt. Dopamin gilt als „Glückshormon“ – nach Heißhungerattacken auf Pommes, Hamburger, Limo & Co. schüttet der Körper Dopamin aus, wodurch sich ein Gefühl der Befriedigung einstellt. Gleichzeitig spielt Dopamin aber auch eine zentrale Rolle fürs Suchtverhalten …

OptiBac Probiotische Bakterien
1 Kapsel OptiBac enthält 2,5 Milliarden lebens-
fähige Mikroorganismen der robusten Gattungen
Lactobacillus und Bifidobacterium (© Wellnest)

Im Test: Probiotische Joghurts stabilisieren die geistige Verfassung

Dies bedeutet allerdings nicht, dass wir unseren Darmbewohnern hilflos ausgeliefert wären. Auch wenn es manchen Mitmenschen schwer fällt, die Ernährungsweise zu kontrollieren oder gar umzustellen, so besitzen wir doch die grundsätzliche Möglichkeit, die Darmflora zu steuern – schließlich korrespondiert die Darmbesiedelung mit der Nährstoffzufuhr. Einen nachweislichen Einfluss auf die Mikrobenstämme im Darm haben pro- und präbiotische Lebensmittel. Unter Probiotika versteht man gesundheitsfördernde Bakterienstämme („pro bios“ ist Griechisch und meint: für das Leben), mit Präbiotika bezeichnet man Nahrungsmittel, die wiederum ein für die Darmbewohner günstiges Milieu schaffen. Es ist zwar nicht möglich, durch die gezielte Pro- bzw. Präbitioka-Zufuhr unerwünschte Arten zu dezimieren, zum Beispiel Bakterienstämme, welche die Lust auf Süßigkeiten anheizen. Allerdings ergab eine Reihe kernspintomographischer Untersuchungen mit 36 Frauen, dass der tägliche Verzehr probiotischer Joghurts die Emotionen beeinflusst: nach vier Wochen reagierten bei den Probandinnen bestimmte Hirnregionen weniger stark auf negative Reize. Offenbar verstärkte die vierwöchige Probiotika-Behandlung nicht allein Verbindungen zwischen den für Emotionen und Sinneswahrnehmungen zuständigen Bereichen im Gehirn, sie veränderte auch just den Bereich in der Großhirnrinde, in dem unter anderem die Signale aus dem Darm eintreffen. Aus den Ergebnissen lässt sich zwar keine klinische Bedeutung ableiten, da hierfür die Teilnehmerinnenzahl zu klein war, aber die positiven Einflüsse von Probiotika auf das Gefühlsleben sind zweifelsohne erkennbar.

Stimmungsmacher Darm: Sind Verdauungsorgane das Zentrum der Emotionen?

Schlussfolgernd wird deutlich, dass die Nahrungszufuhr unter anderem darauf abzielen sollte, gesundheitsfördernde Bakterien zu stärken, da diese nicht allein die Darmflora vitalisieren und das Immunsystem stabilisieren, sondern auch für bessere Laune sorgen können. Als besonders vorteilhaft hat sich in diesem Zusammenhang der Verzehr probiotischer Joghurts erwiesen. Natürlich muss der Annahme, dass eine lineare Probiotika-Zufuhr dauerhaft glücklich macht, mit Skepsis begegnet werden – weder liegen bislang wissenschaftliche Belege für deren nachhaltigen Einfluss auf die Gefühlswelt vor, noch kennt man die Eigenschaften der vielen 1000 Probiotika im Detail. Die Erkenntnisse über die Manipulationsfähigkeiten probiotischer Bakterien aufs Gehirn sind für Verallgemeinerungen also viel zu gering, selbst wenn der skizzierte Forschungsstand vermuten lässt, dass Nahrung im Darm spezifische Reaktionen auslöst, die im Gehirn für feine Stimmungsveränderungen sorgen.

Probiotische Nahrungsergänzungen zur Steigerung des Wohlbefindens

Solange die Vermutung noch nicht den Status „Tatsache“ erlangt hat, muss jeder selbst entscheiden, ob der Verzehr probiotischer Bakterien eine bewusstseinsstimulierende Wirkung hat, oder eben nicht. Wir können allen Interessierten zwei Probiotika empfehlen, die sich zumindest hinsichtlich ihrer vitalisierenden Wirkung auf den Verdauungstrakt bewährt haben, nämlich Bifidus Trockenjoghurt und OptiBac.

1.) Bifidus Trockenjoghurt: Mit wertvollen Milchsäurebakterien fördert Bifidus die ausgeglichene Verdauung – zwei Trockenjoghurtkapseln haben den bifidogenen Nutzen von drei Bio-Joghurts. Damit die Darmflora im Gleichgewicht bleibt und der Darm seinen Entgiftungsaufgaben vollumfänglich nachkommen kann, benötigen Menschen Milchsäurebakterien. Deren Aufgabe ist es, Laktose zu spalten und Milchsäure zu bilden. Ohne Milchsäure entsteht ein Milieu, das die Ansiedelung unerwünschter Darmpilze, insbesondere Candida albicans, anregt. Umgekehrt fördert die Anwesenheit von Milchsäurebakterien das Vorhandensein nützlicher Mikroorganismen im Darm. Daher ist die kontinuierliche Zufuhr von Milchsäurebakterien essentiell.

2.) OptiBac Probiotische Bakterien: Lebensfähige Mikroorganismen zur täglichen Darmpflege – jede Kapsel OptiBac enthält sechs probiotische Stämme sowie präbiotische Fasern, insgesamt 2,5 Milliarden lebensfähige Mikroorganismen der robusten Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium. Sie entfalten im gesamten Dünn- und Dickdarm ihre Wirksamkeit, fördern die Verdauung und stärken die Immunabwehr.

Probiotika durch den Verzehr präbiotischer Ballaststoffe abrunden

Ergänzend zur Probiotika-Einnahme sollte – wie oben angedeutet – die Präbiotika-Zufuhr erfolgen: Eine vitale Darmflora hat nur dann Bestand, wenn in der Ernährung hochwertige präbiotische Ballaststoffe enthalten sind. Exzellente Präbiotika-Lieferanten sind zum Beispiel Artischocken, Chicorée, Lauch, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Topinambur und Zwiebeln. Dies unterstreicht wieder einmal die vom Wellnest-Team vielfach betonte Meinung, dass der Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln a) gezielt erfolgen und b) auf Basis einer ausgeglichenen Ernährungsweise fußen sollte.

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