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Funktionsweise von Dünn- und Dickdarm

Der Darm gilt als Wiege des Lebens. Der gesamte Verdauungstrakt – von der Speiseröhre bis zum Darmausgang – wird vom autonomen Nervensystem gesteuert. Mit mehr als 100 Millionen Nervenzellen zeigt der Darm in seinem Aufbau eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Zentralnervensystem (ZNS) in Gehirn und Rückenmark: es finden sich die gleichen Zelltypen, Botenstoffe (Neurotransmitter) und Andockstationen (Rezeptoren) im ZNS wie auch im Darm, welches unsere Nahrungszusammensetzung analysiert, Sekrete und Hormone kontrolliert, Gifte identifiziert sowie die Abwehr von Bakterien, Pilzen und Parasiten organisiert. Durch Schadstoffe (Neurotoxine) sowie Stress, Bewegungsmangel und falsche Ernährung können im Darm signifikante Störungen ausgelöst werden. Warum das so ist, wird nachfolgend beschrieben.

Zerlegung und Aufspaltung der Nahrung im Dünndarm

Dünn- und Dickdarm
Die Verdauungsorgane (© Fotolia/York)

Aus dem Magen gelangt der vorverdaute Nahrungsbrei in den oberen Teil des Dünndarms, den 12-Finger-Darm. Auf der folgenden, fünf bis sechs Meter langen Strecke des Dünndarms findet die Zerlegung und Aufspaltung der Nahrung in molekulare Partikel statt. Hier werden die enzymatischen Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse und die Gallenflüssigkeit aus der Gallenblase mit dem Nahrungsbrei vermischt. Dabei steigt der pH-Wert auf ca. 7 an.

Die Nährstoffe werden ihrer Verwertung zugeführt

Die aus der Nahrung gewonnenen Nährstoffe werden anschließend ins Blut- und Lymphsystem aufgenommen – im besten Falle vollständig. Auch ein Großteil der Verdauungssäfte aus Bauchspeicheldrüse und Galle wird resorbiert. Dies geschieht über die Darmwand, die durch ein System von Falten, Zotten und einem feinen Bürstensaum eine Fläche von etwa 200 qm ergibt.

Fehlbesiedelung: Die Nährstoffaufnahme gelingt mangelhaft

Die Ausstülpungen im Dünndarm (Darmzotten) und die dazwischen liegenden Vertiefungen (Krypten) sind aus Schleimzellen aufgebaut. Diese wiederum sind mit Hunderten von kleinen Ausstülpungen auf der Oberfläche belegt, den Mikrovilli; sie bilden den feinen Bürstensaum, der die Schnittstelle zu Blut- und Lymphgefäßen darstellt. Hier findet die eigentliche Nährstoffaufnahme statt. Allerdings verklebt der feine Bürstensaum häufig durch falsche Ernährungsgewohnheiten sowie denaturierte Lebensmittel und bildet so einen idealen Besiedelungsraum für Pilze und Parasiten.

Die Aufgaben des Dickdarms

Der Dickdarm schließt an den Dünndarm an und endet an der Ampulla recti, dem Darmausgang. Das Milieu im Dickdarm ist im Mittel mit einem pH-Wert von etwa 6 leicht sauer. Er hat eine Länge von eineinhalb bis zwei Meter. Im Gegensatz zum Dünndarm enthält er keine Zotten und gleicht eher einem Muskelschlauch mit leichten Einbuchtungen, den Krypten. Die Darmwand ist mit Schleimhaut ausgekleidet. In ihr produzieren die Becherzellen ein Sekret, welches den Darminhalt weitergleiten lässt und die Schleimhäute schützt. Seine Hauptaufgaben sind die Resorption von Wasser, um den Speisebrei einzudicken, und der Entzug von noch nicht im Dünndarm gefilterten Elektrolyten.

Kotreste bilden chronische Entzündungsherde

Eine zu ballaststoffarme Ernährung sowie hoher Fleischkonsum führen häufig zu Verstopfung. Die meisten Erkrankungen des Dickdarms haben in diesem Umstand ihre Ursache! Aussackungen der Dickdarmwand, Divertikel genannt, sind oft die Folge. In ihnen lagern sich Kotreste ein und bilden chronische Entzündungsherde. Oft können sie nur operativ entfernt werden. Vegetarier und indigene Volksgruppen sind von diesem Problem im Übrigen kaum betroffen.

Ändert sich die Darmflora, sinkt die Leistungsfähigkeit

Störungen des Verdauungstraktes sind heute verbreitete Beschwerdebilder. Sie folgen in der Regel einer schematischen Abfolge, die durch eine kontinuierliche Zunahme an Problemen gekennzeichnet ist. Eine Veränderung des gesunden Darmgefüges äußert sich meistens in einer verminderten Leistungsfähigkeit. Auslöser ist oft unsere ungesunde, zu viel Zucker, Weißmehl, Kaffee und Fleisch enthaltende und zu reichhaltige Ernährung, die zu viele Säurebildner und zu wenig Ballaststoffe enthält. Typische Symptome sind: Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Darmträgheit, Blähungen (weil Nahrung vergärt oder verfault), Übersäuerung des Magens (führt zu Sodbrennen), Absinken des pH-Wertes im Dünndarm, verklebende Darmzotten, Abgleiten der Darmflora in ein dauerhaft krankes Milieu, welches durch Pilze und Parasiten gekennzeichnet ist.

Der Darm ist für das Immunsystem essentiell

Eine gesunde Darmflora besteht aus fast 400 verschiedenen Mikroorganismus-Arten, die in Milliarden von Einheiten den Darm bevölkern. Sie sind gute Helfer, die vielfältige Aufgaben wahrnehmen und knapp ein Kilogramm des Körpergewichtes ausmachen: Sie unterstützen die Verdauung, sie synthetisieren wichtige Nährstoffe und sie sorgen für ein starkes Immunsystem. Jeder Mensch hat seine individuellen Bakterienstämme. Sie erzeugen ein Milieu, welches die reibungslose Tätigkeit des Darmapparates gewährleistet. Durch Fehlernährung, Medikamente oder Schadstoffe werden diese hilfreichen Bewohner stark dezimiert und in ihrer Zusammensetzung erheblich verändert. Fast 70 Prozent der gesamten Abwehrzellen unseres Immunsystems sitzen in der Darmschleimhaut. Dort befinden sich die Immungloboline des Typs A, die das Immunsystem zur Abwehr fremder Substanzen auf den Schleimhäuten des Darms – den Eintrittspforten in unseren Körper – dringend benötigt. Gelingt es den Erregern, über die Schleimhäute ins Blut zu gelangen, verteilen sie sich im gesamten Organismus. 

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