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Die Funktionsweise des Säure-Basen-Haushalts

Man nimmt an, dass 90 Prozent der hiesigen Bevölkerung übersäuert sind. Übersäuerung heißt im medizinischen Sprachgebrauch Azidose. Jahrelang wurde sie totgeschwiegen oder verharmlost. Neuere Studien legen aber die Vermutung nahe, dass die Azidose eine Hauptursache von Zweidrittel aller Zivilisationskrankheiten ist. Das Tückische an der Übersäuerung ist, dass sie sich schleichend aufbaut, ohne große Beschwerden zu verursachen. Oft dauert dieser Prozess zehn bis 20 Jahre oder noch länger – ohne nennenswerte Symptome. Sodbrennen, säurescharfes Brennen beim Stuhlgang, Magendrücken und ständiges Völlegefühl sind erste Anzeichen einer Übersäuerung.

Säuren, Basen und Pufferkapazität

Grundlegende Erkenntnisse zum Thema veröffentlichte der deutsche Arzt Friedrich F. Sander bereits 1953 in seinem Buch „Der Säure-Basenhaushalt des menschlichen Organismus“. Weitere Werke namhafter Wissenschaftler folgten – stets mit den gleichen Erkenntnissen. Zu erwähnen wäre noch der deutsche Heilpraktiker Hans-Heinrich Jörgensen, der 1985 ein Verfahren vorstellte, mit dem man die Pufferkapazität des Blutes messen und anhand dieser Messung eindeutig belegen kann, ob bei einem Menschen die Pufferkapazität beeinträchtigt ist; und wenn ja, in welchem Stadium sich die Beeinträchtigung befindet. Ist die Pufferkapazität des Blutes stark beeinträchtigt, liegt eine intrazelluläre Azidose (Übersäuerung in der Zelle) vor. Die intrazelluläre Azidose ist der extremste Zustand der Übersäuerung. Jeder Arzt einer Intensivstation kennt solche Fälle, wenn er den Base-Excess-Wert (Basenüberschusswert) bei Herzinfarkt-Patienten misst. Notfallärzte wissen, dass die Überlebenschancen eines Patienten gering sind, wenn es um die Pufferkapazität des Blutes schlecht bestellt ist. Hätte man den Wert früher gemessen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet, wäre das akute Problem erst gar nicht entstanden.

Urin-Test
Urin-Test: pH-Wert bestimmen (© Fotolia/Karola Warsinsky)

Der pH-Wert und der Säuren-Basen-Haushalt

Der pH-Wert ist das Maß für die Konzentration freier Wasserstoff-Ionen in einer Lösung. Er gibt die chemisch wirkende Azidität einer Lösung an. Die pH-Skala umfasst 15 Einheiten von pH 0 bis 14. Je höher die Konzentration freier Wasserstoff-Ionen in einer Lösung, desto niedriger ist der pH-Wert (pH 0 bis 7) und desto saurer ist die Lösung. Der Neutralwert ist pH-Wert 7. Je niedriger die Konzentration freier Wasserstoffionen ist, desto basischer ist die Lösung und desto höher ist der pH-Wert (pH 7 bis 14). Der pH-Wert kann ganz einfach mit einem Lackmuspapier ermittelt werden. Der Papierstreifen wird in den Urinstrahl gehalten und die Farbänderung mit einer Farbskala abgeglichen.

An einem Tag: Von ph 5,5 (sehr sauer) bis pH 7,8 (stark basisch)

Unser Körper ist ständig bemüht, Säureüberschüsse mit Basenbildnern zu neutralisieren. Über den Tag verteilt schwankt deshalb der pH-Wert im Urin. Morgens neigt der gesunde Körper eher zu Säureausscheidungen (ca. 6 Uhr), beim nächsten Urin um ca. 9 Uhr sollte er bei einem gesunden Menschen eher basisch sein. Um ca. 12 Uhr neigt er wieder zu Säureausscheidungen, wonach der 15-Uhr-Urin einen sehr starken Basenschub zeigen sollte. Um ca. 18 Uhr werden wiederum Säuren ausgeschieden. Entscheidend ist hierbei, dass der Körper dynamisch mit seinem Säuren-Basen-Haushalt reagiert. Eine geringe oder gar völlig fehlende Dynamik in den Säuren- und Basenfluten ist für Übersäuerungen symptomatisch. Unterscheiden muss man zwischen der Säurestarre (Azidose), bei der über den ganzen Tag verteilt nur Säureausscheidungen gemessen werden, und der Basenstarre (Alkalose). Die Basenstarre kommt eher selten vor. Meist beinhaltet sie eine versteckte intrazelluläre Azidose, bei der der Körper seiner Aufgabe, nämlich das Säuren-Basen-Gleichgewicht aufrecht zu erhalten, nicht mehr nachkommt. Die Urinmessungen zeigen stets einen basischen pH-Wert. Therapeutisch sind Azidose und Alkalose übrigens gleich zu behandeln.

Die richtige Säure-Basen-Konzentration

Im neutralen Bereich kann der Körper sein Immunsystem optimal aufrechterhalten, Krankheiten werden schon im Keim erstickt. Der Urin von Neugeborenen und Säuglingen, die mit Muttermilch gestillt werden, hat einen pH-Wert von 8! Kleine Kinder weisen meist auch einen basischen pH-Wert auf. Erst im Laufe ihrer (Fehl-)Ernährung sinkt dieser Wert immer weiter. Wichtig bei der Kontrolle des Urins ist, dass ein gesunder Mensch auch Säure produziert und ausscheidet, und seine Ernährung nicht nur auf basischer Kost aufbaut, da sonst der Körper nicht mehr in der Lage wäre, Entzündungen einzudämmen. Fazit: Wir benötigen auch Säurebilder, nicht nur Basenbildner. Entscheidend ist die richtige Konzentration von beiden.

Gefährlich: Nicht-neutralisierte Säureausscheidungen

Studien weisen auch einen Bezug zwischen Umweltgiften und dem pH-Wert nach. So steht heute eindeutig fest, dass Menschen, die mit einer permanenten Übersäuerung leben, nicht in der Lage sind, Schwermetalle, PCBs, Dioxine, Furane und andere Umweltgifte, die sie zum Beispiel durch die Nahrung aufnehmen, auszuscheiden. Schwermetalle werden vom Körper in Mengen bis zu mehreren Gramm eingelagert – dabei weiß man heutzutage, dass mache Umweltgifte bereits im Milligramm-Bereich (Milligramm = 1/1000 Gramm) toxisch wirken. Sehr viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass die meisten Allergien durch diese Einlagerungen ausgelöst werden. Wie ernst ist die Lage in den Industriestaaten? Es ist kaum zu glauben, doch von den 90 Prozent der übersäuerten Menschen leben über die Hälfte in einer permanenten Säurestarre.

Säurebildner
Hamburger, Pommes, Limonaden & Co. sind massive
Säurebildner (© Fotolia)

Ursachen des Säureüberschusses im Körper

a.) (Fehl-)Ernährung: Die Hauptursache der Übersäuerung. Leider ist unsere Ernährung in den letzten 100 – insbesondere in den letzten 50 – Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen. Wir essen überwiegend Säurebildner wie Fleisch, Wurst, Käse, Weißmehlprodukte, industriell hergestellte Teig- und Nudelwaren, Industriezucker, zuckerhaltige Limonaden, industriell verarbeitete Fruchtsäfte, Süßigkeiten wie Schokolade und dergleichen, um nur ein paar der wichtigsten Säurebildner zu nennen.

b.) Stress: Ein gestresster Mensch neigt grundsätzlich stark zum Übersäuern. Dabei ist es gleich, ob er sich den Stress selbst auferlegt hat oder der Stress am Arbeitsplatz durch Mobbing oder Überforderung entsteht. Der Stress in den eigenen vier Wänden führt zum selben Ergebnis. Es kommt nicht von ungefähr, dass wir verärgerte, überforderte Menschen als „sauer“ bezeichnen.

c.) Rauchen: Verengt nicht nur die Gefäße, sondern übersäuert den Körper auch sehr stark. Raucher sollten sich hierüber im Klaren sein und das Rauchen entweder sofort einstellen oder ihren Körper mit großen Mengen an Basen versorgen.

d.) Übermäßiger Alkoholkonsum: Führt ebenfalls zu einer starken Übersäuerung. Wenn man nach einer durchzechten Nacht einen Kater hat, so rührt dieser von der starken Übersäuerung des Körpers. Alkohol entzieht dem Körper Wasser und Natrium in großen Mengen.

e.) Depression: Seelisch kranke Menschen sind meist chronisch übersäuert. Oft liegt sogar die Ursache ihrer Depression in der chronischen Übersäuerung. Hier bewirkt eine Therapie mit Basenkonzentrat kurzfristig oft schon kleine Wunder.

f.) Überanstrengung: Kurzzeitige körperliche Überanstrengung, zum Beispiel bei extremen sportlichen Betätigungen ohne entsprechendes Training, führen ebenfalls zu einer Übersäuerung, was an den Laktatwerten leicht zu erkennen ist.

Hauptproblem ist die schleichende Übersäuerung in den Zellen

Durch die oben erwähnten Punkte begünstigt, aber in erster Linie durch die falsche Ernährung, hat der Körper stets ein Basendefizit. Dieses Basendefizit versucht er durch die Produktion von Natriumbicarbonat auszugleichen. Irgendwann hat der Körper seine Reserven durch die Produktion von Natriumbicarbonat aufgebraucht. Dann nutzt er einen Kunstgriff, um sich am Leben zu halten: Er entzieht seinen Zellen Kalium – eine Base – und nutzt diese als Säurepuffer. Dadurch entstehen langsam aber sicher Azidosen in den Zellen selbst! Fazit: Das Hauptproblem bei der Übersäuerung ist nicht die latente Azidose (Übersäuerung außerhalb der Zelle). Diese kann der Körper ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen abfedern. Unser Problem ist die schleichende Übersäuerung in den Zellen. Diese baut sich oftmals über Jahrzehnte auf und führt zur Gewebeübersäuerung – und bei weiterer Zunahme zur Beeinträchtigung der Pufferkapazität im Blut.

Krankheiten, die in einem engen Zusammenhang zu Säureüberschüssen stehen: Rheuma, Arthrose, Gicht, Knochentumor, Bandscheibenvorfall, schwere Bandscheibendegeneration, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Lebererkrankungen, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Migräne, Osteoporose, Haarausfall, Krebserkrankungen, Niereninsuffizienz, Hauterkrankungen (auch Neurodermitis), Nerven- und Gemütskrankheiten, Schwangerschaftserkrankungen, Durchblutungsstörungen, Zahnerkrankungen.

Den Säureüberschuss mit Basenbildnern ausgleichen

Da der durchschnittliche Esser 80 Prozent Säurebildner und lediglich 20 Prozent Basenbildner verzehrt, gilt es die Nahrungsgewohnheiten umzustellen: 80 Prozent Basenbildner und nur 20 Prozent Säurebildner sollten das Ziel sein. Um schnellstmöglich übervolle Säuredepots zu leeren, müssen wir große Mengen zellverfügbarer Basenbildner zu uns nehmen. Deshalb ist eine zeitweise Überversorgung mit Basenbildnern anzustreben. Folgende Maßnahmen sind dafür geeignet:

- Ernährung: Die Kardinalfehler der Ernährungsweise nach F.X. Mayr: Es wird zu schnell gegessen! Es wird zu viel gegessen! Es wird zu oft gegessen! Es wird zu schwer gegessen! Es wird zu spät gegessen! Es wird zu viel Eiweiß gegessen! Es wird zu trocken gelebt! Es wird ohne Fastenpausen gelebt!

- Osiba Basenkolloid: Das Basenkonzentrat enthält essentielle Mineralstoffe in kolloidaler (fein gelöster) Form und wird daher vom Körper optimal verwertet – Osiba unterstützt körpereigene Strategien zur intra- und extrazellulären Entsäuerung und stellt ein ausgewogenes Säure-Basen-Gleichgewicht in Gewebe und Zellen her.

- Basenbäder: Die Haut ist unser größtes Organ. Über die Haut können sehr große Mengen an Säuren ausgeschieden werden. Dies kann man messen, indem man Lackmuspapier in den Schweiß taucht. Nach einem Basenbad weist das Badewasser in den meisten Fällen einen weit geringeren pH-Wert auf. Bei starken Übersäuerungen empfehlen sich wöchentliche Basenbäder.

- Bewegung an der frischen Luft: Körperliche Bewegung ohne Überanstrengung erhöht die Sauerstoffsättigung im Blut. Die so entstehende Sauerstoffzufuhr wirkt sich basenbildend aus.

- Stressabbau: Bestehende Konflikte und Verhaltensmuster auflösen.

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