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Nahrungsergänzungen: Pro & Contra

Hierzulande sollten im Normalfall Mangelerscheinungen kein Thema sein, da die Nährstoffversorgung durch ein entsprechendes Nahrungsmittelangebot gesichert ist. Schenkt man den 2008 veröffentlichten Daten der zweiten Nationalen Verzehrsstudie (NVS II) Vertrauen, ist es um die Versorgung mit Vitalstoffen gut bestellt:

– Ausgeglichen: Überwiegend entspricht die mittlere Zufuhr der meisten Vitamine und Mineralien den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

– Unterdurchschnittlich: Unter den empfohlenen Werten liegt die tägliche Aufnahme von Vitamin C und Vitamin D. Außerdem besteht bei 86 Prozent der Frauen und 79 Prozent der Männer eine Unterversorgung mit Folsäure.

– Überdurchschnittlich: Über den DGE-Referenzwerten liegt die Zufuhr der vier Mineralstoffe Kalium, Magnesium, Natrium und Zink.

Ähnlich die Daten der 2. Bayerischen Verzehrsstudie aus dem Jahr 2004. Bei der Versorgung mit Nährstoffen erkennt sie eine Überversorgung mit Cholesterin und Natrium sowie eine Unterversorgung mit Folsäure, Jod und Kalzium.

Bei Erektionsstörungen Arginin
Beispiel erektile Dysfunktion: Gewisse Lebenssituationen
erfordern die Zufuhr von Supplementen (© Fotolia)

Objektive Bedürfnisse, subjektive Nachfrage

Kritiker halten den Erhebungen allerdings entgegen, die allgemeinen Empfehlungen zu Nährstoffmengen wären ohnehin so niedrig angesetzt, dass sie höchstens zur Verhinderung von Unterversorgungen taugen würden. Insofern überrascht es nicht, dass durchschnittlich jeder Vierte Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Frauen sind diesbezüglich aktiver, sie verwenden wesentlich mehr Ergänzungsmittel als Männer. Von den 27,6 Prozent aller Befragten, die gemäß der NVS II regelmäßig mit Supplementen ihre Vitamin- und Mineralstoffzufuhr unterstützen, greifen die meisten zu Präparaten mit Magnesium, Kalzium, Vitamin C, Vitamin E, B-Vitaminen und Folsäure. Hier zeigt sich, dass Bedarf und Versorgung nur teilweise harmonieren und mehr Aufklärung notwendig wäre. Bei Personen, die Nahrungsergänzungen einnehmen, werden die empfohlenen Richtwerte für die Aufnahme der Vitamine B1, B2, B3 und B6 schon allein durch Supplemente gedeckt.

Die Nährstoffversorgung negativ beeinflussende Faktoren

Aufgrund dieser Ergebnisse anzunehmen, Supplemente wären (meistens) unnötig, ist falsch. Letztlich kommt es immer auf den Einzelfall an, denn Regeln haben bekanntlich Ausnahmen – Verfügbarkeit gewährleistet noch keine persönliche Grundsicherung. Zwei Faktoren können die individuelle Nährstoffversorgung negativ beeinflussen:

– Lebenskonstellationen: Schwangerschaft, Sport, privater oder beruflicher Stress, längere Krankheiten, schwere Verletzungen, eine Diät, Alkoholkonsum oder Nikotinsucht – bestimmte Lebensumstände und Lebensphasen spiegeln sich in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Gewicht im Nährstoffverbrauch wider.

– Lebensmittelqualität: Produktion, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Zubereitung sind Faktoren, die einen grundsätzlichen Einfluss auf die Qualität von Lebensmitteln haben. Und: Je nach Anbieter und individueller Zubereitung ist unter Umständen damit zu rechnen, dass sich die Nährstofffülle in Esswaren bis zu deren Verwertung deutlich reduziert hat.

Maßgeblich ist immer die individuelle Lebenssituation

Die beiden Punkte verdeutlichen, dass Nahrungsergänzungen durchaus geeignet sein können, die Nährstoffversorgung im Einzelfall zu sichern bzw. abzurunden. Für die körperliche Befindlichkeit ist in jedem Lebensalter und in allen Lebensphasen maßgeblich, was im Zusammenspiel der Zellen, Gefäße und Organe passiert. Die Regelkreise des Körpers sind von Natur aus bestrebt, ein Gleichgewicht zu erhalten. Damit dies gelingt, benötigen Zellen eine optimale Versorgung aus Sauerstoff, Wasser, Mikronährstoffen (Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, essentielle Fett- und Aminosäuren, Probiotika) und Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett). Entspricht deren Zufuhr nicht dem individuellen Bedarf, folgen Regulationsstörungen in Form gestörter Stoffwechselprozesse. Diese können ernsthafte Beeinträchtigungen mit klinischen Konsequenzen nach sich ziehen. Ein populäres Beispiel ist Vitamin C, dessen Mangel zu Skorbut führt. Weniger bekannt, aber nicht minder wichtig ist die Aminosäure L-Arginin, deren Vorhandensein bei Bluthochdruck, Arteriosklerose und anderen Gefäßstörungen größte Bedeutung hat.

So geht’s: Im Bedarfsfall die Ernährung optimal ergänzen

Grundsätzlich sollte daher jeder in regelmäßigen Abständen eine persönliche Ernährungsoptimierung durch Supplemente in Betracht ziehen. Angesichts der Fülle an Tinkturen, Pulvern und Pillen ist es jedoch unabdingbar, sich vor der Einnahme folgende grundlegende Fragen zu stellen:

– Welche Nahrungsergänzung ist die richtige für mein Bedürfnis bzw. meine Beschwerde?

– Wie hoch ist die Wirkstoffkonzentration des Präparats?

– In welcher Dosierung leistet die Wirkstoffmenge einen Beitrag zu Schutz und Vorsorge?

– Wie steht es um die Bioverfügbarkeit? Gelangen die Wirkstoffe überhaupt in ausreichendem Maß an den gewünschten Ort?

– Kann ich die Supplementwirkung mit natürlichen „Wirkstoffen“ (Obst, Gemüse) intensivieren? Zum Beispiel ergänzt Rohkost (hoher Kalziumanteil) wunderbar Magnesiumsupplemente – beide Mineralien sind im Stoffwechsel eng miteinander verknüpft.

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