Löwenzahn
Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Herbarium

Löwenzahn

Taraxacum officinale

Auf gepflegten Rasenflächen gilt er als Unkraut, dabei ist der Löwenzahn (Taraxacum officinale) eine erstklassige Heil- und Küchenpflanze! Nicht umsonst wird sie der "europäische Ginseng" genannt! Sie hat ihren Ursprung vermutlich in Zentralasien und ist heute bei Wuchshöhen zwischen 15 und 45 cm auf der ganzen Nordhalbkugel und vor allem in Europa auf nährstoffreichen Wiesen heimisch. Man trifft die mehrjährige und typisch krautige Pflanze darüber hinaus sowohl im Flachland als auch Hochgebirge auf Nutztierweiden und Brachflächen sowie in Parks und am Rand landwirtschaftlicher Flächen.

Der Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist dadurch mit weiteren Heilpflanzen wie der Ringelblume, Echten Kamille und dem Wermut verwandt. In der engeren Verwandtschaft gehört der volkstümlich auch Butter- oder Kuhblume genannte Löwenzahn zu den Cichoriengewächsen. Wie viele anderen Frühlingspflanzen sagt man ihm eine ausgeprägte blutreinigende Kraft nach, was ihn zum Protagonist jeder Frühjahrskur macht. Dabei lassen sich alle Pflanzenteile – Blätter, Blüten, Wurzel – verwenden. Neben einem hohen Maß der medizinisch bedeutsamen Bitterstoffe enthalten sie Flavonoide, Triterpene und Phytosterole. Diese Inhaltsstoffe regen nachweislich die Verdauungsorgane sowie Leber, Niere und Blase an und entgiften und entschlacken sanft. Dadurch kann der Löwenzahn bei allen Beschwerden, die mit Stauungen und Ablagerungen verbunden sind, Verwendung finden.

Im Weiteren bei Problemen, die im Zusammenhang mit den entsprechenden Meridianen stehen, zum Beispiel Durchschlafschwierigkeiten, Müdigkeit sowie Kopfschmerzen im Schläfen-, Stirn- und Nackenbereich.

Wirkungen

appetitanregend, bifidogen, blutbildend, entwässernd, entzündungshemmend, gallefördernd, harntreibend, leberschützend, magensaftanregend, stärkend, verdauungsfördernd

Anwendungen

Appetitlosigkeit, Arthritis, Blähungen, Entgiftung, Entzündliche Hauterkrankungen, Gallenbeschwerden, Leberbeschwerden, Müdigkeit und Erschöpfung, Nierengrieß und -steine, Rheuma, Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Völlegefühl

Enthalten in