Warnsignal Wanderröte: Wie Sie Borreliose erkennen und mit der Kardenkur behandeln

Warnsignal Wanderröte: Wie Sie Borreliose erkennen und mit der Kardenkur behandeln

Von Zeckenstichen bekommen Betroffene oft nichts mit. Dabei können sie eine gefährliche Infektionskrankheit nach sich ziehen: die Borreliose. Typische Anzeichen sind Hautveränderungen wie die Wanderröte. Sie ist das Hauptsymptom der Borreliose und ein Hinweis, sofort zu handeln: Wird die Erkrankung frühzeitig therapiert, ist sie gut heilbar. Bewährt hat sich die naturheilkundliche Kardenkur.

Kategorien: Krankheit, Pflanzen

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Borreliose?

Die Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, für die es noch keine Impfung gibt. Für die Infektion sind überwiegend Zecken verantwortlich. In Deutschland ist es vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus): Bei seinem Stich können Borrelien-Bakterien auf den Menschen übertragen werden und zahlreiche Beschwerden verursachen. Ein Zeckenstich ist jedoch kein Grund zur Panik, meist heilt er ohne Folgen ab.

Borreliose erkennen: Wanderröte (Erythema migrans) auf Unterarm
Die Wanderröte (Erythema migrans), Hauptsymptom der Borreliose (© HeikeKampe – istockphoto.com)

Borreliose zu erkennen ist mitunter nicht einfach, denn der einzig sichere Infektionshinweis ist die Wanderröte, die sich einige Tage bis Wochen nach dem Biss um die Einstichstelle herum ausbreitet. Allerdings tritt die nicht schmerzende Hautveränderung nur in 50 bis 80 Prozent aller Fälle auf.

Zecken (Ixodida) sind blutsaugende Ektoparasiten. Weltweit gibt es über 900 Arten. Viele sind bedeutende Krankheitsüberträger und sowohl für Virusinfektionen wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) als auch bakterielle Erkrankungen wie Typhus und die Lyme-Borreliose verantwortlich. Lyme ist ein Örtchen im US-amerikanischen Bundesstaat Connecticut, wo 1975 die ersten Borreliose-Fälle unter der Bezeichnung Lyme-Krankheit dokumentiert wurden. Heute beschreibt Borreliose einen Sammelbegriff für jede durch Borrelien ausgelöste Erkrankung. Bislang sind über 40 Borrelien-Arten bekannt.

Mit Borrelien befallene Zecken kommen überall in Deutschland vor. In Süddeutschland und den Grenzregionen zu Tschechien und Polen leben die meisten. Bedingt durch den Klimawandel, das heißt zunehmend milde Winter und feuchte Sommer, dehnen sie sich langsam nach Norden aus: Zecken mögen Wärme und Feuchtigkeit, ab etwa 7° C werden sie aktiv. Ursprünglich waren Zecken nur in Wald- und Wiesenlandschaften zuhause, doch mittlerweile findet man sie auch in innerstädtischen Bereichen. Sie fühlen sich in Wiesen, im Laubstreu und in Ufernähe am wohlsten.

Zecke krabbelt über Blatt
Verursachen FSME und Borreliose: Zecken sind Krankheitsüberträger (© Carola Vahldiek – Fotolia.com)

Die Rate der infizierten Tiere schwankt regional sehr stark, je nach Gebiet kann die Hälfte der Population den Erreger in sich tragen. Es liegen jedoch keine verlässlichen Zahlen vor. Man nimmt an, dass größere Tiere häufiger mit Borrelien infiziert sind als kleine Vertreter, da sie älter sind und wahrscheinlich schon mehrere Wirte gestochen haben.

So findet die Infektion mit Borrelien statt

Das Risiko, nach einem Zeckenbiss mit Borreliose  infiziert zu werden, ist gering. Im Gegensatz zu den FSME-Viren leben Borrelien nicht in den Speicheldrüsen, sondern im Darm. Um von dort über den Speichel durch die Stichwunde in den Wirt einzudringen, brauchen die Erreger zwischen 8 und 36 Stunden. Es kommt daher erst nach längerem Saugen zu einer Infektion. Wird das Insekt vorher entdeckt und entfernt, kann es keine Erreger übertragen. Vermutlich erkrankt 1 bis 6 Prozent der Betroffenen nach einem Zeckenstich an einer Borreliose.

Kurz: Der Stich einer infizierten Zecke führt nicht zwangsläufig zu Borreliose. Das Infektionsrisiko hängt davon ab, wie lange das Tier in der Haut steckte und wie alt und groß es war.

Am besten schützen Sie sich vor Borreliose, indem Sie nach Aufenthalten im Freien den ganzen Körper nach Zecken absuchen und diese sofort entfernen. Selbst wenn Sie keinen Schmerz verspüren, denn Zeckenbisse jucken nicht: Um seinen blutsaugenden Tätigkeiten unbemerkt nachgehen zu können, sondert der Parasit mit seinem Speichel eine Art Betäubungsmittel ab. Besonders gern beißen Zecken an dünnen und warmen Hautstellen, vor allem in den Kniekehlen, im Genital-, Bauch- und Brustbereich sowie im Nacken und am Haaransatz.

Schwer zu erkennen – Borreliose ist das Chamäleon unter den Krankheiten

Die Borreliose ist eine multisystemische Erkrankung, die individuell sehr unterschiedlich verläuft. Man nennt sie daher auch das Chamäleon unter den Krankheiten. Überwiegend erfolgt eine Infektion, ohne dass es zu einer schweren Erkrankung kommt. Vor allem für Erwachsene mit einem robusten Immunsystem  sind milde Verläufe mit unauffälligen Symptomen typisch. Zwischen Zeckenstichen und ersten Krankheitszeichen vergehen in der Regel mehrere Tage bis Wochen.

Am häufigsten zeigt sich die Infektion an der Haut. Das charakteristische Erkennungszeichen der Borreliose ist die Wanderröte (Erythema migrans), eine ringförmige Hautentzündung. Es können aber auch das Herz, Nervensystem, die Gelenke und Augen betroffen sein. Problematisch: Gewöhnlich treten die Beschwerden in unterschiedlicher Ausprägung und Kombination auf. Sollten Borrelien unbehandelt im Körper überdauern, sind in seltenen Fällen selbst nach Monaten bis Jahren nach der Infektion noch Beschwerden möglich.

Hauptsymptom Wanderröte: Wenn der Zeckenstich auffällig wird

Meist bildet sich durch einen Zeckenstich eine leicht geschwollene Rötung. Sie ist nicht größer als 3 bis 4 Zentimeter. Hierbei handelt es sich um eine lokale Entzündungsreaktion, die mit Borreliose nichts zu tun hat und sich nach Entfernen des Tieres innerhalb weniger Tage zurückbildet. Sie juckt nicht und kann optisch unauffällig ausfallen, weshalb sie leicht übersehen wird.

Rötung auf der Haut von einem Zeckenstich
Keine Borreliose: Normale Hautreizung durch Zeckenstich (© vzwer – istockphoto.com)

Zeigt sich nach einigen Tage bis zu etwa vier Wochen nach dem Zeckenbiss ein abgrenzbarer roter Hautfleck an der Einstichstelle, ist eine Infektion sehr wahrscheinlich: Die Wanderröte ist das häufigste Symptom der Borreliose und zugleich der einzig sichere Hinweis auf eine Erkrankung. Da die Wanderröte jedoch nur in 50 bis 80 Prozent der Fälle auftritt und Bluttests nicht aussagekräftig genug sind, ist die Borreliose häufig eine Verdachtsdiagnose.

Blutuntersuchungen eignen sich nur bedingt, um Borreliose zu erkennen:

  • Bei Bluttests wird auf Antikörper gegen Borrelien getestet. Die bilden sich aber erst nach ein bis zwei Monaten.
  • Antikörper finden sich nach einer behandelten oder unbemerkt überstandenen Borreliose noch Jahre im Blut.
  • Demnach bedeuten Antikörper nur, dass der Körper bereits einmal Kontakt mit Borrelien hatte, aber nicht wann.
  • Außerdem tragen 25 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen Borrelien mit sich, ohne an einer Borreliose erkrankt gewesen zu sein.

An der Einstichstelle bildet sich eine ringförmige Hautentzündung

Die Wanderröte ist eine kreisförmige und scharf abgegrenzte Rötung, die sich ringförmig um die Einstichstelle ausbreitet, bis sie einen Durchmesser von mindestens 5 bis 10 Zentimetern erreicht hat. Während der Umfang zunimmt, wird das Zentrum blasser. Da die Wanderröte schmerzlos ist, bleibt sie oft unbemerkt. Der Hautausschlag wird durch Borrelien verursacht, die sich kreisrund in der Haut ausbreiten und vom Immunsystem bekämpft werden. Die Wanderröte ist demnach eine Abwehrreaktion des Körpers. Durch ihr klinisches Erscheinungsbild können Mediziner auf den ersten Blick eine Borreliose erkennen.

Ausgeprägte Wanderröte nach Zeckenbiss auf Bein
Infektion mit Borrelien: An der Einstichstelle entsteht eine kreisförmige Rötung (© anakopa – istockphoto.com)

Aber: Die Wanderröte bedeutet nicht, dass es zu anderen, schweren Beschwerden kommen muss. Selbst wenn die ringförmige Hautentzündung unbehandelt bleibt, entwickeln viele Betroffene keine weiteren Krankheitssymptome.

Neben der Wanderröte ist ein grippeartiges Krankheitsgefühl typisch

In Zusammenhang mit einem Zeckenstich sollten Hautveränderungen immer Anlass für einen Arztbesuch sein. Auch wenn die Entzündung nicht wandert oder so aussieht, wie eine klassische Wanderröte. Die Rötung kann auch fleckig oder stark verblasst erscheinen und am Rand erhaben sein. Bei manchen Borreliose-Patienten treten Hauterscheinungen wie Pusteln oder Knötchen auf, bei anderen zeigen sich an verschiedenen Körperpartien gleichzeitig unterschiedlich geformte Rötungen (Multiple Erythemata migrantia). Es besteht somit die Gefahr, dass die Wanderröte mit einem Hautausschlag verwechselt wird. Insbesondere, wenn der Stich unbemerkt blieb.

Ein seltenes Hautsymptom der Borreliose ist eine bläulich-rote, pralle, knotenförmige und schmerzlose Schwellung an Ohrläppchen, Brustwarze oder im Intimbereich. Das Borrelien-Lymphozytom ist bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen. Es entsteht als Reaktion auf die Bakterien durch Ansammlungen bestimmter Körperabwehrzellen. Lymphozytome treten vor allem in den ersten Wochen nach der Infektion auf. Im späteren Verlauf der Borreliose können sich mehrere solcher Knötchen entwickeln.

Ein Arztbesuch ist ferner angeraten, wenn sich innerhalb der ersten beiden Monate nach einem Zeckenstich grippeähnliche Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Fieber, Schweißausbrüche sowie Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen zeigen. Die Symptome können zusammen mit der Wanderröte, im Anschluss oder unabhängig davon auftreten. Sie sind ein Zeichen dafür, dass sich Borrelien mit dem Blut im Körper ausbreiten zu anderen Organen vordringen.

Also: Zögern Sie nicht zum Arzt zu gehen, wenn Sie nach einem Zeckenstich Hautveränderungen wie die Wanderröte bemerken oder Schlappheit und ein grippeartiges Krankheitsgefühl verspüren. Borreliose kann im Anfangsstadium gut behandelt werden. Dadurch sind mögliche Spätfolgen vermeidbar. Treten weder Wanderröte noch andere Symptome auf, muss nicht behandelt werden.

Borreliose behandeln: Kardenkur statt Antibiotika

Standardmäßig wird eine Borreliose mit Antibiotika behandelt, je nach Beschwerden über zwei bis vier Wochen. Studien zeigen, dass längere Antibiotikagaben keinen Effekt haben. Der schulmedizinische Behandlungsansatz ist jedoch nur unter zwei Aspekten erfolgsversprechend:

  • Erstens muss sichergestellt sein, dass tatsächlich eine Borrelien-Infektion vorliegt. Diesen Nachweis bietet mit 100-prozentiger Sicherheit allein die Wanderröte, die jedoch nicht immer auftritt.
  • Zweitens darf die erste Infektionsphase, die durch die Wanderröte und grippeähnliche Krankheitssymptome gekennzeichnet ist, noch nicht vorüber sein.
  • Fazit: Wenn Antibiotika, dann in den ersten Wochen nach dem Zeckenbiss bei eindeutigen und noch anhaltenden Symptomen.

Zecken halten sich nur kurze Zeit im Blut auf. Nach wenigen Wochen sind sie in die Zellen der Gewebe und Organe vorgedrungen. Dann kommt man den Erregern medikamentös nicht mehr so gut bei. Deshalb kann es passieren, dass eine erste Antibiotikabehandlung nicht ausreichend wirkt und auch der Wechsel auf ein anderes Antibiotikum wirkungslos bleibt. Da Antibiotika nachweislich das Mikrobiom im Darm schädigen und somit die Immunabwehr schwächen, ist es keine gute Idee, sich allein – oder überhaupt – auf die Arzneimittel zu verlassen.

Die Gemeinschaft der Mikroorganismen im Verdauungstrakt heißt Mikrobiom. Es bildet ein Gleichgewicht aus nützlichen (85 %) und schädlichen (15 %) Mitbewohnern. Das Mikrobiom hat ausgeprägte Immunfunktionen, da es die Ansiedlung von Erregern verhindert. Antibiotika dezimieren nicht nur Bakterien, sondern auch viele „Nützlinge“. Der Mangel an Sicherheitsexperten schwächt die Abwehrkräfte. Bakterien, Parasiten, Pilze, Viren und andere schädigende Substanzen können leichter in die Darmschleimhaut eindringen. Dies begünstigt die Entwicklung zahlreicher Beschwerden und ebnet den Weg für chronische Krankheiten.

„Borreliose natürlich heilen“: Die Kardenkur nach Wolf-Dieter Storl

Bei Borreliose ist ein intaktes Immunsystem elementar. Starke Abwehrkräfte können die Vermehrung und Ausbreitung der Bakterien verhindern und so der Krankheit einen Riegel vorschieben. Betroffene sollten sich daher auf die Vitalisierung der Immunabwehr konzentrieren – immerhin ist der Körper im Stande, Antikörper gegen Borrelien zu entwickeln. Heilpflanzen wie die Wilde Karde leisten dabei einen wertvollen Beitrag. Nicht umsonst gelten Kardenextrakte als pflanzliche Antibiotika-Alternative: Bei Infektionen wie Borreliose schalten sie den „inneren Arzt“ an. Die Kardenkur ist kein Garant, dass alle Borrelien verschwinden. Doch überwiegend führt sie zur Abnahme der Beschwerden und verbessert das Wohlbefinden, ohne die Nebenwirkungen pharmazeutischer Erzeugnisse.

Immunbooster

Bei Infektionen wie Borreliose aktiviert Kardenwurzel die Selbstheilungskräfte und Immunabwehr. Auch die südamerikanische Katzenkralle wirkt immunstabilisierend. Und verstärkt die Kardenwirkung!

Heilpflanzen kombinieren, Synergieeffekte ausschöpfen

Kardenauszüge haben sich bei Borreliose bewährt. Doch Betroffene sollten unbedingt Kombinationen von mehreren Heilpflanzen den Vorzug geben. Mit ihren immunstärkenden und antibiotischen Eigenschaften empfehlen sich Katzenkralle, Neembaum, Artemisia und Meisterwurz, um den Körper wieder gesund zu machen.

Wilde Karde, Detailaufnahme Blütenkopf
Aktiviert den "inneren Arzt": Die Wilde Karde, eine Heilpflanze mit Tradition (© Robert – Adobe.com)

Immunstärkende und antibiotische Heilpflanzen bei Borreliose:

Wilde Karde Die Karde hat eine naturheilkundlich lange Tradition. Zuletzt erlebte die Arzneipflanze durch die Publikation „Borreliose natürlich heilen“ des Ethnobotanikers Wolf-Dieter Storl eine Renaissance. In seinem Bestseller beschreibt Storl, wie Kardenauszüge  die körpereigenen Abwehrkräfte stimulieren, welche Borrelien in ihrem Wirken einschränken – oder bestenfalls sogar wirkungslos machen!
Katzenkralle Die Hauptwirkungen der Cat’s Claw richten sich auf das Immunsystem und gegen Entzündungen. In Forschungen wurde in vivo und in vitro ein immunstärkender Einfluss nachgewiesen werden. Katzenkralle  empfiehlt sich besonders bei Infektionen mit Bakterien und Viren wie Borreliose, Harnwegsinfekt und Herpes. Auch bei Pilzen (Candida) und Parasiten kommt die Heilpflanze zur Geltung.
Neembaum Neem-Auszüge  stimulieren das Immunsystem bei Erkältungen, Fieber und Grippe sowie zahlreichen anderen viralen und bakteriellen Infektionen. In pharmakologischen Untersuchungen wurden antibakterielle, antibiotische, antivirale, cortisonähnliche, entzündungshemmende, juckreizstillende, pilzabtötende, wundheilende und wurmtreibende Eigenschaften bestätigt.
Artemisia Er ist der Abwehrexperte für unser Immunsystem: Der Einjährige Beifuß (Artemisia annua ) zählt zu den TCM-Arzneipflanzen und wird in China gegen Fieber, Malaria und Erreger aller Art eingesetzt. Sein Wirkstoff Artemisinin bildet seit Jahrzehnten die Basis für Malariamittel. Dessen Entdeckerin, Tu Youyou, erhielt 2015 den Nobelpreis für Medizin. Besonders bewährt hat sich die Kombination mit Karde und Katzenkralle.
Meisterwurz Peucedanum ostruthium , die „Meisterin aller Heilwurzen“, besticht durch ein enormes Anwendungsspektrum. Für Hildegard von Bingen und Paracelsus war die Pflanze eines der besten Mittel, um den „inneren Alchemisten“ anzuregen. 1560 empfahl Conrad Gessner, Meisterwurzen als Universalheilmittel anzubauen. Heute kennt man die immunkräftigende Heilpflanze als „Ginseng des Westens“.

Übrigens: Borreliose-Beschwerden können auch von alleine wieder abklingen. Allerdings ist ohne den Einsatz von Antibiotika oder Heilpflanzenkonzentraten das Risiko für schwere Krankheitsverläufe höher.

1. Hilfe bei Infektionen

Der tropische Neembaum und Einjährige Beifuß (Artemisia annua) haben sich von Malaria über Blasenentzündungen bis hin zu Borreliose bei allen Arten von Infektionen mit Bakterien, Viren oder Pilzen bewährt.

Mögliche Spätfolgen der unbehandelten Borreliose

Bleibt eine Infektion mit Borrelien unbmerkt, können sich die Erreger über die Blutbahnen im Körper ausbreiten und je nach Bakterienart und betroffener Partie diverse Beschwerden auslösen. Vor allem in den Gelenken, in der Haut, im Herz und Nervensystem. Bis zu möglichen Symptomen vergehen Wochen, Monate oder sogar Jahre.

Bei 3 bis 15 Prozent der Erkrankten kommt es zu einer Neuroborreliose vor. Sie äußert sich durch Lähmungen, Taubheitsgefühle und stechend-brennende Schmerzen, die vor allem nachts auftreten. Eine charakteristische Spätfolge ist zudem Schlappheit, das heißt die Melange aus Konzentrations- und Schlafstörungen, andauernder Müdigkeit sowie Energiearmut. Eine schmerzhafte, mit starken Schwellungen verbundene Gelenkentzündung ist die Lyme-Arthritis. Sie betrifft in erster Linie die Knie und kann Tage bis Monate anhalten und immer wieder schubweise auftreten. In den USA kommt die Lyme-Arthritis häufiger vor, in Deutschland entwickelt sie sich bei etwa 2 Prozent der Erkrankten.

Vorwiegend ältere Frauen trifft die Acrodermatitis, eine chronische Entzündung der Haut. Bei dieser schwillt an den Armen und Beinen die Haut zunächst an, um dann dünner, rissig und bläulich zu werden. Häufig kommen Gelenkschmerzen und Zeichen einer Nervenschädigung wie Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle dazu. Selten führt der Borrelien-Befall zu einer Entzündung des Herzens. Die sogenannte Karditis macht sich durch Herzrhythmusstörungen, Schmerzen in der Brust, Fieber und Abgeschlagenheit bemerkbar. In Einzelfällen lösen Borrelien eine Myelitis (Rückenmarksentzündung) oder Enzephalitis (Hirnhautentzündung) aus.

Post-Lyme-Syndrom: Die „verschleppte“ Borreliose

Manche Menschen leiden nach einer Borreliose-Therapie unter Erschöpfungszuständen, starker Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Muskelschmerzen oder unklaren Gelenkbeschwerden. Dieses Phänomen wird chronische bzw. verschleppte Borreliose oder Post-Lyme-Syndrom genannt: Betroffene glauben, die Behandlung hätte nicht angeschlagen.

Post-Lyme-Syndrom ist keine medizinisch anerkannte Diagnose, obwohl die Symptome durchaus Spätfolgen einer Borrelien-Infektion sein können. Sie treten aber auch bei anderen Erkrankungen auf, zum Beispiel Depressionen oder Rheuma. Es gibt Ärzte, die dennoch dauerhafte Antibiotika-Behandlungen vorschlagen. (Selbst wenn gar kein Zeckenstich bekannt ist.) Von solchen Therapien wird dringend abgeraten: Sie bleiben unwirksam, wenn die Ursache keine Borreliose ist, ferner haben Antibiotika-Gaben von mehr als 2 bis 4 Wochen bei Borrelien keinen Nutzen, und zuletzt hat eine mehrmonatige Antibiotika-Therapie starke Nebenwirkungen und kann zu Resistenzen führen.

Da Borrelien bei Temperaturen über 42° C absterben, fördern Saunagänge und Schwitzhüttenbesuche die Gesundung. Die künstliche Überhitzung ahmt Fieber nach, eine natürliche Immunreaktion gegen Infektionen, die schweißtreibend wirkt, die Durchblutung fördert und Erreger abtötet.

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© Titelbild: JerryCallaghan – istockphoto.com