Gegen Malaria sind die Blätter des Einjährigen Beifuß wirksamer als Arzneimittel

Gegen Malaria sind die Blätter des Einjährigen Beifuß wirksamer als Arzneimittel

Die Blätter der TCM-Heilpflanze Einjähriger Beifuß enthalten Artemisinin und andere Pflanzenstoffe, die hoch wirksam gegen Malaria sind. 2002 erkannte die WHO Artemisinin als Malariamittel an und nahm das synthetische Artemisinin-Derivat Artesunat in die „Liste unentbehrlicher Arzneimittel“ auf.

Kategorien: Krankheit, Pflanzen

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Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fallen jährlich über 1,2 Millionen Menschen der Malaria zum Opfer. Tendenz steigend: Noch vor wenigen Jahren ging die WHO von 800.000 Malaria-Toten im Jahr aus. Die Behandlung der vielen hundert Millionen Menschen, die sich auf der ganzen Welt und vor allem in Schwarzafrika mit dem Malaria-Erreger infiziert haben, ist schwierig, denn weltweit existieren nicht genügend Malaria-Medikamente, und deren Herstellung ist teuer. Zudem ist eine Prophylaxe unmöglich, da es gegen Malaria keinen wirksamen Impfstoff gibt.

Einjähriger Beifuß, Artemisinin und die Malaria-Problematik

Das wirksamste Mittel zur Behandlung Malaria-Erkrankter wird aus einer Pflanze mit dem Namen Einjähriger Beifuß (Artemisia annua) gewonnen. Dieser zählt zu den Arzneipflanzen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird in China seit Jahrtausenden gegen Fieber und Malaria eingesetzt. Verantwortlich dafür ist der Wirkstoff Artemisinin, dessen synthetisches Derivat Artesunat ein fester Bestandteil der Schulmedizin ist und in 2002 von der WHO in die „Liste unentbehrlicher Arzneimittel“ aufgenommen wurde. Das Derivat wird in der Regel zusammen mit anderen Malariamitteln im Rahmen von Artemisinin-Kombinationstherapien, so genannten ACT-Behandlungen, eingesetzt.

Beifuß
Bewährtes Naturheilmittel: Der Beifuß (© Fotolia/behewa)

Für die industrielle Verwertung ist der Einjährige Beifuß ungeeignet – scheinbar

So weit, so gut. Leider ist der Einjährige Beifuß nicht nur relativ pflegeintensiv, die Pflanze bietet darüber hinaus auch keinen konstanten Artemisinin-Gehalt, da dieser in Abhängigkeit von der Blütezeit und Temperatur schwankt. Aufgrund des aufwendigen und dadurch teuren Produktionsverfahren sowie der unbeständigen Erträge ist der Einjährige Beifuß als Rohstofflieferant für die Medikamentenherstellung im großen Stil ungeeignet. Dass ein französischer Pharmakonzern ein gentechnisches Verfahren zur Herstellung von Artemisinin entwickelte und die industrielle Wirkstoffproduktion beabsichtigt, überrascht nicht.

Wirksamkeit der Pflanze zeigt sich in natürlicher Form

Hält man sich allerdings die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2012 vor Augen, die besagt, dass naturbelassene Artemisia-Pflanzenblätter wirksamer gegen Malaria sind als die daraus hergestellten Medikamente, stellt sich die Frage, ob man nicht eher in die großflächige Aufzucht des Einjährigen Beifußes investieren sollte, anstatt in gengetuntes Artemisinin.

Pflanzenblätter töten Malaria-Erreger wirksamer ab als Arznei 

Für die Studie wurde die Wirkung von getrockneten und zermahlenen Artemisia-Pflanzenblättern an Labormäusen getestet, die mit dem Erreger Plasmodium chabaudi infiziert wurden. Der Erreger hat sich zwar auf Nagetiere spezialisiert, doch seine Eigenschaften sind zu einem großen Teil deckungsgleich mit den Erregern, die es auf den Mensch abgesehen haben. Ergebnis: Bei gleichem Wirkstoffgehalt tötete das Naturprodukt innerhalb von drei Tagen deutlich mehr Erreger ab als reines Artemisinin.

Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile 

Dass die Wirkung der Pflanzenblätter die des synthetisierten Wirkstoffs deutlich übertreffen, führen die verantwortlichen Forscher um Stephen Rich von der University of Massachusetts auf das Vorhandensein weiterer gegen Malaria wirksamer Substanzen zurück: Im Vergleich zum Pharmaerzeugnis zirkulierte nach dem Blätterverzehr rund 40 Mal mehr Artemisinin im Mäuseblut. Darüber hinaus scheint es so, dass sich die Pflanzenstoffe in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Die Wissenschaftler zählten mindestens sechs Flavonoide, die bei der Abtötung der Malaria-Parasiten mit Artemisinin zusammenwirken.

Getrocknete Blätter sind günstig, Medikamente teuer

Denkt man die Studienergebnisse konsequent weiter, liegt es nahe, den von Malaria betroffenen Regionen den Anbau und die Ernte der Artemisia-Pflanze zu empfehlen. Dies würde die Malaria-Therapie preiswerter machen und lokalen Unternehmen vor Ort eine ökonomische Perspektive bieten. Unabhängig davon illustriert die Studie jedoch aufs Sympathischste, dass die von Wellnest kreierten Kräuterbitter-Konzentrate  einen enormen Beitrag zur Gesunderhaltung zu leisten imstande sind.

Kräuterkonzentrat mit dem ganzen Wirkstoffspektrum des Einjährigen Beifuß

Bei unseren Kräuterkonzentraten handelt es sich um reine, in Deutschland mazerierte Naturprodukte. Die Mazeration ist eine schonende Extraktionsform, die bei entsprechendem Ansatzverhältnis ganzheitliche Auszüge ermöglicht und so das volle Wirkstoffspektrum der Pflanzen abbildet.

Bestes Beispiel ist das Wellnest Bio LUMACELL Akut Konzentrat , das aus den Blättern des Einjährigen Beifußes mittels eines wässrig-alkoholischen Auszugs gewonnen wird. Die bei Zimmertemperatur stattfindende Auslaugung sorgt dafür, dass ein Höchstmaß sekundärer Pflanzenstoffe und ätherischer Öle in die Flüssigkeit übergeht und das Konzentrat eine optimale Wirkstoffkonzentration besitzt. Folgt man den vorgestellten Studienergebnissen, ist der Kräuterbitter zur Bekämpfung von Fieber- und Malaria-Erregern perfekt geeignet und kann mindestens begleitend zu eingangs erwähnten ACT-Behandlungen eingesetzt werden.