Superwirkstoff Glutathion: Warum ein guter Glutathionspiegel gesundheitliche Vorteile verschafft

Superwirkstoff Glutathion: Warum ein guter Glutathionspiegel gesundheitliche Vorteile verschafft

Glutathion ist eine natürliche, multifunktionelle Substanz. Sie wird in allen Zellen gebildet und durch die Nahrung aufgenommen. Glutathion gilt als eines der wirkungsvollsten körpereigenen Antioxidantien. Da das Tripeptid zudem vom Immunsystem und zur Entgiftung benötigt wird, ist ein stabiler Glutathionspiegel für das Wohlbefinden existentiell. Was Sie für Ihren Glutathionstatus tun können, erfahren Sie hier.

Kategorien: Krankheit, Ernährung

Inhaltsverzeichnis

Kurz vorgestellt: Glutathion – was ist das?

Glutathion, eigentlich γ-L-Glutamyl-L-cysteinylglycin oder kurz GSH, ist eine natürlich vorkommende Substanz. Sie findet sich in allen Zellen und in jedem Gewebe unseres Körpers. Dort wird Glutathion für zahlreiche lebensnotwendige Prozesse benötigt: Glutathion ist ein erstklassiger Radikalenfänger und trägt effektiv zum Schutz vor oxidativen Schäden bei, entgiftet, unterstützt das Immunsystem und verbessert die Hautgesundheit. In seiner Wirkung ist das Molekül nicht durch andere Stoffe zu ersetzen. Das macht Glutathion zu einem elementaren Schutzfaktor.

Wirkt antioxidativ, entgiftet und unterstützt das Immunsystem

Biochemisch betrachtet ist Glutathion ein schwefelhaltiges Tripeptidmolekül. Peptide sind kleine Proteine, die sich aus Aminosäuren, also Eiweißbausteinen, zusammensetzen. Sie kommen überall vor, wo biologische Reaktionen stattfinden. Ein Tripeptid besteht aus drei Aminosäuren. Bei Glutathion sind es Cystein, Glutaminsäure und Glycin. Wenn die drei Aminosäuren ausreichend vorhanden sind und keine Synthesestörung vorliegt, bildet der Körper Glutathion selbstständig in allen Zellen. Die Leber als zentrales Entgiftungsorgan stellt die höchsten Mengen her. Zusätzlich wird Glutathion über Lebensmittel wie Brokkoli oder Spinat aufgenommen.

Einer der wichtigsten schützenden Stoffe im Körper

Mit zunehmendem Alter und bei oxidativem Stress nimmt die Syntheseleistung deutlich ab – gleichzeitig steigt der Bedarf. Darüber hinaus kann eine Reihe von Faktoren wie einseitige Ernährung, Rauchen, Stress oder Arzneimittel zur Erschöpfung der Glutathionspeicher führen. Bei einem Glutathionmangel steht nicht mehr genug Zellenergie zur Verfügung. Dann kommt es zu chronischer Müdigkeit und Erschöpfung. Ferner sind eine geschwächte Immunabwehr und Infektionskrankheiten für einen schlechten Glutathionstatus typisch.

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Magnesium und Selen sind zwei wichtige Substanzen für die Bildung und Wirkung von Glutathion. Außerdem haben die Mineralstoffe viele andere gesundheitliche Vorteile.

Wirkungen: Wofür wird Glutathion benötigt?

Glutathion ist in jeder Körperzelle vorhanden, vor allem in den roten Blutkörperchen und Zellen des Immunsystems . Hohe Konzentrationen finden sich in der Leber, Lunge, Niere, den Schleimhäuten des Magen-Darm-Trakts und im Gehirn. Hier und in allen anderen Körperregionen kommt Glutathion verschiedenen Aufgaben nach.

Master-Antioxidans: Glutathion verhindert oxidativen Stress

Glutathion gilt als eines der stärksten und wirkungsvollsten körpereigenen Antioxidantien. Man nennt es daher auch Master-Antioxidans. Es kümmert sich im ganzen Körper um die Eliminierung freier Radikaler. Diese können oxidativen Stress verursachen, zu Schäden an den Zellstrukturen führen und den Stoffwechsel beeinträchtigen. Daher bringt man oxidativen Stress mit Alterungsprozessen und der Entstehung chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder rheumatoider Arthritis in Verbindung.

Der antioxidative Schutzmechanismus von Glutathion im Innern jeder Körperzelle:

  • Die Körperzellen benötigen permanent Energie, um alle Stoffwechselprozesse am Laufen zu halten. Quelle unserer Lebensenergie sind die Mitochondrien. Als Kraftwerke der Zellen produzieren sie Adenosintriphosphat (ATP). ATP ist ein universell einsetzbarer Energieträger. Alle Muskeln und Organe verwenden ATP als Energielieferanten.
  • Während der mitochondrialen Energieproduktion fallen hochreaktive Sauerstoffradikale – und andere Stoffwechselabbauprodukte – ab. Sie setzen die Zelle oxidativem Stress aus und müssen schnell neutralisiert werden, bevor es zu Schäden an den Zellstrukturen (Mitochondrien, Zellkern/DNA, Zellmembran) kommt.
  • Beschädigte Zellstrukturen mindern die Leistungsfähigkeit der Zelle, beschleunigen die Zellalterung und begünstigen Zellentartungen (Krebs). Dem wirkt Glutathion durch einen antioxidativen Schutzmechanismus entgegen.
  • Glutathion reduziert reaktive Sauerstoffverbindungen und schützt effektiv und natürlich die Zellen vor oxidativem Stress und Schäden durch freie Radikale.
  • Aufgrund dessen besitzt jede einzelne Körperzelle die Fähigkeit, Glutathion herzustellen: Sie muss weniger Energie und Material für – mehr oder minder – routinemäßige Reparaturarbeiten aufwenden.

Nicht nur im intrazellulären Energiehaushalt fallen Abfallprodukte an. Faktoren für oxidativen Stress sind zudem psychische Belastungen und Stress, körperliche Überlastung (Sport, Arbeit), Verletzungen, Operationen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, chronisch-entzündliche Erkrankungen sowie Leber-, Nieren- und Darmbeschwerden. Externe Auslöser sind UV-Strahlung und hohe Ozonwerte, Umweltgifte und Schadstoffe, Nikotin, Alkohol, Medikamente und eine ungesunde Ernährung.

Im Weiteren fördert Glutathion die Regeneration von Selen, Coenzym Q10  sowie Vitamin C und E, vier weiteren bedeutsamen Antioxidantien . So verhindert Glutathion nicht nur unmittelbar oxidativen Stress, sondern wirkt auch indirekt im Team der oxidativen Schädigung von Zellen entgegen. Dieser Zusammenhang ist für die Bezeichnung Master-Antioxidans verantwortlich: Glutathion kann durch Recycling Antioxidantien reaktivieren, die der Körper sonst über die Nahrung aufnehmen und verstoffwechseln muss.

Grafische Darstellung: So entsteht oxidativer Stress in der Zelle
Oxidativer Stress wird durch einen zu hohen Anteil freier Radikale ausgelöst (© VectorMine – istockphoto.com)

Entgiftung: Neutralisierung toxischer Substanzen und Leberschutz

Ein zweiter großer Aufgabenbereich für Glutathion ist die körpereigene Entgiftung. GSH ist ein wichtiger Bestandteil der Biotransformation, darüber hinaus aber noch an weiteren Entgiftungsprozessen beteiligt.

Das zentrale Organ für die Biotransformation ist die Leber, unser zentrales Entgiftungsorgan. Daneben sind zahlreiche andere Organe beteiligt, darunter der Darm, die Nieren und das Blut. Bei der Biotransformation werden Fremdstoffe ohne physiologische Funktion gebunden, wasserlöslich gemacht (Toxine sind meist fettlöslich) und über den Harn oder Stuhl ausgeschieden. Die Liste der schädigenden Substanzen reicht von Xenobiotika (synthetische Verbindungen wie Arzneimittel und Pestizide) über Schimmelgifte und Schwermetalle bis hin zu giftigen bakteriellen Abbauprodukten.

Das heißt: Glutathion kann leberschädigende Substanzen neutralisieren. Zudem verbessert Glutathion – neben der Entgiftung der Leber – den Abbau von Giftstoffen und Schlacken in den übrigen Zellen.

Es gibt Hinweise, dass die Einnahme von Glutathion als Nahrungsergänzung bereits aber einer Dosierung von 250 mg Glutathion pro Tag zu erhöhter Hautelastizität, glänzender Haut und Faltenminderung führt. Da die Glutathionkonzentration im Alter abnimmt, gilt Glutathion als natürliches Anti-Aging-Mittel.

Abwehrkräfte: Verbessert die Leistungsfähigkeit des Immunsystems

Zum Dritten verstärkt Glutathion die Wirkung spezieller Immunzellen und verbessert die angeborene und erworbene Immunität. So fördert Glutathion die Abwehrleistung des Immunsystems und kann zur Bekämpfung von viralen, mikrobiellen oder parasitären Infektionen beitragen. Ferner reguliert Glutathion Entzündungsreaktionen, indem es die natürliche Immunantwort des Körpers hemmt oder stimuliert.

Glutathionstatus: Welche Faktoren beeinträchtigen den Glutathionspiegel?

Viele Faktoren beeinflussen den körpereigenen Glutathionstatus. Ein unausweichlicher ist das Alter. Da die Eigensynthese von GSH altersbedingt nachlässt, beginnt sich in der Regel der Glutathionstatus im Alter von rund 45 Jahren zu verschlechtern. Nach dem 60. Lebensjahr sinkt er sehr schnell. Problematisch: Der Verlust der Schutzfunktion von Glutathion erhöht zwangsläufig den oxidativen Stress, was sich wiederum negativ auf den Alterungsprozess auswirkt. Wenig überraschend wurde in einer Studie festgestellt, dass ein hoher Glutathionspiegel und eine hohe Lebenserwartung in ursächlichem Zusammenhang stehen.

Krankheiten können den Glutathionspiegel ebenfalls beeinträchtigen. Insbesondere Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Krebs, Nieren- und Lungenerkrankungen, degenerative Nervenerkrankungen und altersbedingte Augenerkrankungen wie Grauer Star haben einen negativen Einfluss auf den Glutathionstatus. Zu einer Erschöpfung der Glutathionvorräte tragen darüber hinaus Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten, das Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss, die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und Umweltfaktoren wie zum Beispiel UV-Strahlung oder Luftverschmutzung bei.

Fazit: Zwischen einem hohen Glutathionspiegel und guter Gesundheit besteht ein Zusammenhang! Wenn durch den Lebensstil, Krankheiten, Umweltfaktoren oder das Alter oxidativer Stress zunimmt, übersteigt der Glutathionverbrauch die Glutathionsynthese. Es kommt zu einem Glutathionmangel.

Glutathionmangel: Ursachen, Symptome und Folgen

Unter einem Glutathionmangel leiden vor allem Senioren und Menschen, die erhöhtem oxidativen Stress ausgesetzt sind. Auslösende Faktoren sind häufig das Alter, Medikamente, eine ungesunde Ernährung, Rauchen und Umweltgifte. Um oxidativen Stress abzuwehren, verbraucht der Körper vermehrt Glutathion – allerdings kann er den Schutzfaktor nicht in der erforderlichen Menge synthetisieren.

Ein niedriger Glutathionspiegel verursacht ein Energiedefizit in allen Zellen, insbesondere den Nervenzellen. Klassisch führt ein Glutathionmangel zu Leistungsabfall, chronischer Erschöpfung und Müdigkeit sowie dem Fatigue-Syndrom. Erhöhte Infektanfälligkeit und entsprechende Infektionskrankheiten von Influenza bis Herpes können ebenfalls ein Hinweis auf einen schlechten Glutathionstatus sein.

Bei Belastungen mit Umweltgiften und Schadstoffen sowie vielen chronischen Erkrankungen bzw. Autoimmunerkrankungen lässt sich ebenfalls ein Glutathionmangel feststellen: Für Adipositas, Anämie, Arteriosklerose, Arthritis, Bluthochdruck, degenerative Nervenerkrankungen (Alzheimer, Parkinson), Diabetes, Fruchtbarkeitsstörungen, Grauer Star, Krebs, Lebererkrankungen (Hepatitis, Zirrhose), Multiple Sklerose oder Rheuma ist ebenfalls oxidativer Stress charakteristisch. Allerdings sind die Diagnosen nicht die Folge eines Glutathionmangels, sondern dessen Auslöser – der Glutathionverbrauch übersteigt die Glutathionsynthese.

Daher gilt die Verbindung als Schlüsselfaktor in der Pathogenese vieler gesundheitlicher Probleme: Studien bestätigen, dass es zwischen einem Glutathionmangel und der Entwicklung zahlreicher Beschwerden einen Zusammenhang gibt. Und dass die Verbesserung des Glutathionstatus die Heilungschancen verbessern kann: Die Anwesenheit von Glutathion verbessert die Fähigkeit des Körpers, oxidativen Stress zu bekämpfen, was für eine einwandfreie Zellfunktion unerlässlich ist.

Damit erst gar kein Glutathionmangel entsteht, empfehlen sich Lebensmittel, Heilpflanzen und Supplemente, die Glutathion enthalten oder die Eigensynthese von Glutathion steigern.

Leberschutz

Die Leberheilpflanzen Kurkuma und Mariendistel können den Glutathionspiegel in der Leber erhöhen. Besonders vorteilhaft sind Extrakte.

Natürliche Quellen für Glutathion

Je nach Alter, Lebensweise und Physis sollte der Glutathionspiegel eines Erwachsenen bei 5 bis 15 g liegen. Dafür ist die tägliche Zufuhr von rund 250 mg Glutathion erforderlich. In seiner natürlichen, reduzierten Form kommt Glutathion vor allem in frischem Obst, rohem und gekochtem Gemüse sowie frisch verarbeitetem Fleisch vor. Aufgrund einseitiger Ernährungsgewohnheiten nehmen viele Menschen jedoch bedeutend geringere Mengen auf.

Lebensmittel, die Glutathion enthalten:

Gemüse Avocados, Brokkoli, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Kürbis, Spargel, Spinat, Tomaten, Zucchini
Obst Äpfel, Bananen, Grapefruit, Orangen, Papaya, Pfirsiche, Wassermelonen
Fleisch Huhn (gebraten, gebacken), Leber (roh, gebraten), Schinken (gekocht), Schweinefleisch, Steak (gegrillt, gebraten)

Allerdings enthält kein Lebensmittel besonders viel Glutathion. Zudem wird bei der industriellen Lebensmittelverarbeitung und Konservierung (Ausnahme: Tiefkühlung) Glutathion weitgehend zerstört. Frische Tomaten sind beispielsweise gute Glutathionlieferanten, Dosentomaten nicht. Milch- und Getreideprodukte, getrocknete Lebensmittel, Gewürze und Säfte (außer Orangensaft) enthalten keine nennenswerten GSH-Mengen. Die Zufuhr überwiegend verarbeiteter und wenig frischer Lebensmittel ist demnach ein Risikofaktor für Glutathionmangel.

Mit diesen Substanzen fördern Sie die Eigensynthese von Glutathion

Zusammenstellung von grünem Obst und Gemüse
Brokkoli, Spargel, Avocados & Co. fördern den gesunden Glutathionspiegel (© Valentina Shilkina – istockphoto.com)

Generell wird die Bildung von Glutathion durch eine ausgewogene Ernährung angeregt. Besonders Zwiebelgewächse, Kreuzblütler und Kohlgemüse steigern die Fähigkeit zur Eigensynthese von Glutathion. Ferner stellen Proteine sicher, dass neues Glutathion im Körper produziert wird. Daneben gibt es noch eine Reihe von Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen, die die Glutathionbildung stimulieren.

1. Cystein, Glycin, Glutaminsäure: Das Tripeptid Glutathion wird vom Körper aus den drei Aminosäuren  Glycin, Cystein und Glutaminsäure synthetisiert. Durch deren Einnahme kurbeln Sie die Produktion automatisch an. Als Lieferant eignet sich Molkenprotein. Das sogenannte Whey-Protein ist eine der beliebtesten Nahrungsergänzungen im Kraftsport. Mit dem Proteinpulver können Sie leckere Shakes zubereiten.

Im Verhältnis enthalten Proteine viel Glutaminsäure und Glycin, aber wenig Cystein. Die Aminosäure ist also ein limitierender Faktor bei der Glutathionbildung: Es wird nur so lange Glutathion produziert, bis die Cysteinvorräte aufgebraucht sind. Daher sollten Sie Ihre Cysteinversorgung im Blick behalten. Cysteinreiche Lebensmittel sind neben Fisch und Fleisch insbesondere Hülsenfrüchte, Grün-, Rot- und Weißkohl, Spinat, Weizen- und Dinkelprodukte, Haferflocken, Nüsse und Mandeln. Im besonderen Bedarfsfall kommt N-Acetyl-Cystein (NAC) zum Zug. NAC ist eine Vorstufe von Glutathion. Sie verdünnt den Bronchialschleim und ist als Hustenmedikament und Asthmamittel im Handel.

2. Selen: Das Spurenelement ist ein wirkungsvolles Antioxidans, das der Körper in besonderem Maße zur Glutathionbildung benötigt. Ferner sorgt Selen dafür, dass Glutathion seiner Entgiftungsfunktion nachkommen kann. Besonders viel Selen ist in Eiern, Geflügel, Heilbutt, Leber, Paranüssen, Pute, Rindfleisch, Sardinen, Spinat und Thunfisch enthalten.

3. Magnesium: Für die Funktion von Muskeln, Nerven, Zellen, Knochen und des Herzens ist Magnesium ebenso unverzichtbar wie für die körpereigene Glutathionsynthese: Der Körper braucht Magnesium, um mit Hilfe von ATP das Glutathion in den Zellen zu bilden. Der Mineralstoff ist vor allem in grünem Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornprodukten und Kartoffeln enthalten.

4. Zink: Von der Immunabwehr über die Fruchtbarkeit bis zur Wundheilung unterstützt das lebensnotwendige Spurenelement zahlreiche biologische Prozesse. Auch für den Stoffwechsel ist Zink essentiell: In über 300 Enzymreaktionen wird Zink als Ko-Faktor benötigt. So auch im Glutathion- bzw. Entgiftungssystem. Zink kommt vor allem in proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch (Rind, Geflügel, Innereien), Meeresfrüchten und Nüssen vor. Auch Käse und Eier sind passable Zinklieferanten.

5. Vitamin C: Das wichtige Antioxidans trägt zu einem Anstieg des Glutathionspiegels in den roten Blutkörperchen und Lymphozyten (Abwehrzellen) bei. Vor allem bei Personen, die zuvor nur wenig Vitamin C zu sich genommen haben. Da Vitamin C für das Immunsystem elementar ist und vom Körper nur unzureichend gespeichert wird, ist die ausreichende Zufuhr über die Nahrung essentiell. Große Mengen des Vitalstoffs finden sich in Brokkoli, Erdbeeren, Grapefruit, Grünkohl, Hagebutten, Orangen, Paprikas, Petersilie, Rosenkohl und Sanddorn.

Die antioxidativ und entzündungshemmend wirkenden Omega-3-Fettsäuren erhöhen zwar nicht den Glutathionspiegel, aber entlasteten das Glutathionsystem. Für eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sind gereinigte und rückstandsgeprüfte Omega-3 Fischöle  perfekt.

6. B-Vitamine: Die Glutathionsynthese läuft über mehrere Schritte ab. Für den Ablauf sind verschiedene Enzyme notwendig. Deren Funktionsweise setzt das Vorhandensein von Magnesium, Selen und Zink sowie der Vitamine B2 (Riboflavin) und B3 (Niacin) voraus. Die Vitamine B6 (Pyridoxin), B9 (Folsäure) und B12 spielen zudem eine zentrale Rolle bei der Herstellung der Aminosäure Methionin, die als Ausgangsstoff für die Glutathionbildung benötigt wird.

Riboflavin ist vor allem in Milch-, Fleisch- und Wurstwaren enthalten. Proteinreiche Lebensmittel wie Erdnüsse, Fleisch und Thunfisch sowie andere fetthaltige Fische und Milch enthalten besonders viel Niacin. Geflügel, Innereien, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Bananen und Fisch haben einen hohen Pyridoxin-Gehalt. Folate finden sich in der Leber, dunkelgrünem Blattgemüse, Salat, Orangen, Hülsenfrüchten, Hefe und Vollkornprodukten. Natürliche B12-Lieferanten sind Innereien sowie Fische, Eier und Milchprodukte.

Übrigens: Die antioxidativ wirkenden Vitamine B9 (Folsäure), B12, C und E sowie Spurenelemente Selen, Mangan und Zink unterstützen die Funktionalität von Glutathion optimal, da die antioxidativen Mechanismen wie in einem Orchester zusammenarbeiten.

7. Pflanzenstoffe: Bestimmte Obst- und Gemüsesorten enthalten Stoffe in hoher Konzentration, die die Glutathion-Enzyme aktivieren. Vor allem Zwiebelgewächse, Kreuzblütler und Kohlgemüse.

Pflanzenstoffe, die die Glutathionsynthese anregen:

Flavonoide Äpfel, Auberginen, Kirschen, rote Beeren und Trauben, Rotkohl, Tomaten, Zitrusfrüchte, Zwiebel
Gerbsäuren Grüne Bohnen, Grünkohl, Himbeeren, Kaffee, Paprika, Radieschen, grüner und schwarzer Tee, Trauben, Walnüsse, Weißkohl
Limonen Fenchel, Kirschen, Sellerie, Soja, Weizen
Schwefel-Verbindungen Blumenkohl, Brokkoli, Brunnenkresse, Grünkohl, Pak Choi, Rettich, Rosenkohl, Rucola
Senfölglycoside Brokkoli, Kresse, Kohlrabi, Rosenkohl, Rotkohl
Sulfide Knoblauch, Lauch, Schalotten, Spargel, Zwiebeln

8. Mariendistel und Kurkuma: Die beiden Heilpflanzen sind für ihre leberschützende Wirkung bekannt. Bei einer Fettleber und dyspeptischen Verdauungsbeschwerden sowie zur Leberentgiftung sind Mariendistel und Kurkuma ideal. Nach neuesten Erkenntnissen können die beiden Heilpflanzen den Glutathionspiegel in der Leber erhöhen. Besonders geeignet sind Extrakte.

Die organische Schwefelverbindung MSM  (Methylsulfonylmethan), die viele Menschen zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung bei Gelenkbeschwerden einnehmen, erhöht ebenfalls den Glutathionspiegel.

Wie kann ich die Wirkung von Glutathion verstärken?

Der Verzehr von Lebensmitteln, die Glutathion enthalten oder zur Synthese von Glutathion anregen, ist die beste Basis für einen ausgeglichenen Glutathionspiegel. Dabei steht eine pflanzenbasierte und proteinreiche Ernährung mit reichlich Frischkost im Mittelpunkt. Industriell verarbeitete Lebensmittel, Getreide und Zucker sind dem Glutathionstatus abträglich.

Ferner stimulieren Sie die Produktion des Superwirkstoffs Glutathion durch eine gesunde Lebensweise: Regelmäßige, ausdauernde Bewegung (im Idealfall an der frischen Luft), Sonnenlicht, genügend Schlaf und ein gutes Stressmanagement unterstützen Ihren Körper dabei, freie Radikale abzuwehren.

Supplementierung mit Glutathion plus Ko-Faktoren

Eine weitere adäquate Möglichkeit zur Steigerung des Glutathionspiegels besteht über eine qualitativ hochwertige Nahrungsergänzung wie Glutathion plus Ko-Faktoren. Das Supplement ist aus vier Gründen optimal!

4 Gründe sprechen für Glutathion plus Ko-Faktoren:

  1. Die Rezeptur vereint reduziertes GSH, eine hoch bioverfügbare Glutathionform,
  2. mit den zur Eigensynthese von Glutathion erforderlichen Aminosäuren.
  3. An Bord sind zudem Vitalstoffe, die der Körper zur Glutathionbildung benötigt.
  4. Geschützt werden die Wirkstoffe durch magensaftresistente Kapseln.

Die Zufuhr von Glutathion plus Ko-Faktoren ist insbesondere im Alter, bei chronischer Erschöpfung und anhaltender Müdigkeit sowie im Zuge von hohen körperlichen sowie beruflichen Anforderungen ratsam. Erhöhte Infektanfälligkeit, Infektionskrankheiten, Belastungen mit Umweltgiften und Schadstoffen sowie chronische Erkrankungen bzw. Autoimmunerkrankungen sprechen ebenfalls für die Supplementierung mit Glutathion plus Ko-Faktoren. In den genannten Fällen müssen die Mitochondrien besonders viel leisten. Hier erfahren Sie mehr.

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