Schafgarbe
Schafgarbe (Achillea millefolium)
Herbarium

Schafgarbe

Achillea millefolium

Achillea millefolium, der lateinische Gattungsname der Schafgarbe, ist der griechischen Mythologie entlehnt: Nachdem Achill bei der Belagerung von Troja von einem vergifteten Pfeil tödlich an der Ferse getroffen wurde, empfahl ihm Aphrodite die Pflanze zur Schmerzlinderung. Dadurch hat sich die Bezeichnung Achillenkraut eingebürgert. Andere Trivialnamen sind Blutkraut, Frauendank, Tausendblatt und Wundkraut.

Das angenehm duftende Wildkraut ist eine der prominentesten Heilpflanzen. Es gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist mit Arnika, Löwenzahn und Wermut verwandt. Die ausdauernde und mehrjährige Pflanze ist recht anspruchslos und kann in Europa, Nordasien und Nordamerika überall wild auf Wiesen, Brachflächen und Weiden sowie an Weg-, Acker- und Waldrändern gefunden werden. Sie bevorzugt trockene und sonnige Standorte bis in subalpine Bereiche, wo sie Wuchshöhen zwischen 55 und 130 cm erreicht.

Aufgrund ihrer Bedeutung als Heilpflanze wird sie weltweit professionell kultiviert. Diese ist bereits seit der Antike ein Begriff. Die alten Griechen setzten die blutstillenden Eigenschaften des Krauts vor allem zur Versorgung verletzter Soldaten ein. Auch in den Kräuterbüchern Hildegard von Bingens und Pietro Andrea Mattiolis wird die Schafgarbe zur Wundbehandlung empfohlen. Zudem nutzte man die Pflanze im Mittelalter und in der frühen Neuzeit bei Magen- und Verdauungsbeschwerden, blutigem Auswurf, Frauenleiden sowie zur Blutreinigung.

Auch die heutige Naturheilkunde macht sich ätherischen Öle, Bitter- und Gerbstoffe der Schafgarbe bei einer Vielzahl von Beschwerden zunutze. Dabei ist es insbesondere der hohe Anteil der schmerzhemmenden Salicylsäure, die Schafgarbe für viele Anwendungen interessant macht, zum Beispiel während der Menstruation und in den Wechseljahren. Hinweis: Schwangere sollten auf die Verwendung von Schafgarbe verzichten.

Wirkungen

adstringierend, antibakteriell, antioxidativ, entzündungshemmend, gallefördernd, krampflösend, magenschützend, schleimlösend

Anwendungen

Appetitlosigkeit, Blasenschwäche, Durchfall, Entzündliche Hauterkrankungen, Gallenbeschwerden, Leberbeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Nierenbeschwerden, PMS, Völlegefühl, Wechseljahresbeschwerden, Wundheilung

Enthalten in