

Schillerporling, Schiefer (Chaga)
Inonotus obliquus
Der Chaga-Pilz (Inonotus obliquus), auch Schiefer Schillerporling genannt, stammt aus den nördlichen Breitengraden Eurasiens und Nordamerikas. Er wächst in borealen Zonen, bevorzugt auf Weiß- und Papierbirken. In der sibirischen Volksmedizin wird Chaga seit Jahrhunderten als kräftigendes Heilmittel verwendet. Auch in der finnischen und russischen Naturheilkunde gilt der „schwarze Goldklumpen“ als traditionelles Tonikum bei Entzündungen, Magenbeschwerden und Infekten.
Botanisch zählt Chaga zur Familie der Rindenpilzverwandten (Hymenochaetaceae). Gegenüber klassischen Pilzen bildet er keine typischen Fruchtkörper aus. Als Schwächeparasit dringt Chaga in den Stamm lebender Birken ein und bildet über Jahre hinweg eine unregelmäßige, harte Dauerform aus. Das sogenannte Sklerotium gleicht einem dunklen, verbrannt wirkenden Knoten mit rissiger Oberfläche. Sie ist besonders reich an Melanin; die Optik erinnert an verkohltes Holz. Innen befindet sich ein goldbraunes, poröses Gewebe.
Chaga enthält neben Melanin eine außergewöhnliche Fülle an bioaktiven Substanzen, darunter Polyphenole, Triterpene, Sterole, Beta-Glucane und Betulinsäure. Letztere nimmt der Pilz aus der Birkenrinde auf und reichert sie an. Diese Stoffe wirken stark antioxidativ, entzündungshemmend und immunstabilisierend. In der Naturheilkunde kommt der „Pilz der Langlebigkeit“ traditionell als Tonikum zum Einsatz, zum Beispiel bei Immunschwäche, schweren Krankheiten, Erschöpfung oder in der Rekonvaleszenz. Ferner bei akuten und anhaltenden Infektionen, chronischen Entzündungen sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Gastritis und Stress.
Wirkungen
antioxidativ, beruhigend, entzündungshemmend, immunmodulierend, stimmungsaufhellend, verdauungsfördernd, zellstärkend
Anwendungen
Anti-Aging, Entzündungen, Immunschwäche, Infekte und Immunsystem, Müdigkeit und Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden, Nervosität und Unruhe, Schlafstörungen, TCM
