Japanischer Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum)
Staudenknöterich, Japanischer (Polygonum cuspidatum)
Herbarium

Staudenknöterich, Japanischer

Polygonum cuspidatum

Der Japanische Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum, syn. Reynoutria japonica) ist in Japan, China und Korea heimisch. Dort wächst er in vulkanischen Böden, an Flussufern und in Gebirgsregionen. Im 19. Jahrhundert wurde der Knöterich als Zier- und Futterpflanze nach Europa und Nordamerika eingeführt, wo er sich zum Problemgewächs entwickelte: Die schnell wachsende, extrem robuste Staude verdrängt die heimische Vegetation durch dichte Bestände, ihre ausgedehnten Rhizome durchdringen selbst Beton. Da selbst kleinste Wurzelreste neue Pflanzen ausbilden können, ist die Bekämpfung enorm schwierig.

Die mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) erreicht Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern. Charakteristisch sind große, ovale bis spitze Blätter mit glattem Rand und markante, rot gefärbte Triebe, die an Bambus erinnern. Im Spätsommer entwickelt sie weiße bis cremefarbene Blütenrispen, die später kleine, geflügelte Nüsschen ausbilden. 

In der TCM wird der Staudenknöterich bei Infektionen, Entzündungen und Hauterkrankungen eingesetzt. Unter dem Namen Itadori („Schmerznehmer“) ist der Knöterich in Japan bekannt. Hier verwendet man ihn als Tonikum und zur Unterstützung von Herz, Magen-Darm und Leber. Die koreanische Heilkunde setzt ihn bei chronischen Entzündungen und Harnwegsinfekten ein. 

Die aktuelle Forschung hebt seine einzigartige Wirkung auf Biofilme hervor: Extrakte des Staudenknöterichs können pathogene Biofilme destabilisieren, etwa bei Borreliose oder antibiotikaresistenten Keimen. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem vielversprechenden Adjuvans in der Infektionsmedizin, da er die Persistenz von Erregern unterbricht. Verantwortlich dafür sind vor allem Resveratrol, Emodin und andere Polygonine, die entzündungshemmend, antioxidativ und biofilmhemmend wirken.

Wirkungen

antibakteriell, antiviral, durchblutungsfördernd, entgiftend, entzündungshemmend, immunmodulierend, schmerzlindernd, zellstärkend

Anwendungen

Anti-Stress, Borreliose, Entgiftung, Herpes, Herz-Kreislauf-Prävention, Immunschwäche, Infekte und Immunsystem, Müdigkeit und Erschöpfung, Pilze und Parasiten, Reizdarm, Schlafstörungen, TCM

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