Warum sind Mineralstoffe wichtig für den Körper? Und wie decke ich meinen Bedarf?

Warum sind Mineralstoffe wichtig für den Körper? Und wie decke ich meinen Bedarf?

Trotz geringer Bedarfsmenge sind Mineralstoffe für den Körper essentiell und müssen täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Bei einer ausgewogenen Ernährung kommt es selten zu Mangelerscheinungen. Aber: Der individuelle Bedarf ist verschieden und von diversen Faktoren abhängig. Deshalb kann es in bestimmten Situationen nötig sein, die Versorgung durch Supplemente zu sichern.

Einfach erklärt: Mineralstoffe was ist das?

Mineralstoffe sind anorganische Substanzen und für den Körper lebensnotwendig: Er benötigt sie zur Aufrechterhaltung zahlreicher Funktionen und Prozesse in verschiedenen Mengen. Unter anderem für die Blutbildung, ein gesundes Immunsystem, feste Knochen und Zähne, den Aufbau von Zellen, als Bestandteil von Hormonen und Enzymen, den Wasser- und Elektrolythaushalt oder das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Kurz: Nichts funktioniert ohne Mineralstoffe! Deshalb müssen wir diese Power-Winzlinge mit der täglichen Nahrung aufnehmen. Genauso wie Vitamine und andere Nährstoffe.

Mineralstoffe können im menschlichen Körper als Salze (Verbindungen) oder Metalle (Ionen) vorliegen. Es existieren über zwei Dutzend Stoffe. Man trennt sie in Mengen- und Spurenelemente. Beide Gruppen sind essentiell. Aufgrund ihrer anorganischen Natur sind Mineralstoffe gegen viele äußere Einflüsse (Licht, Temperatur usw.) unempfindlich.

Mengen- und Spurenelemente:

  • Genau 7 Mineralstoffe benötigen wir in größerer Dosis: Chlorid, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel. Sie werden als Mengenelemente bezeichnet. Ihre Konzentration im Körper beträgt mehr als 50 mg/kg. Von ihnen müssen wir jeden Tag mehrere Gramm zuführen.
  • Im Gegensatz zu den Spurenelementen Chrom, Fluorid, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen oder Zink. Sie machen nicht einmal 0,01 Prozent des Körpergewichts aus bzw. kommen in einer Konzentration von weniger als 50 mg/kg vor. Eine Ausnahme ist Eisen. Obwohl dessen Konzentration bei rund 60 mg/kg Körpergewicht liegt, gilt es als Spurenelement.
  • Zusätzlich kennt man noch Ultraspurenelemente wie unter anderem Rubidium, Silizium oder Vanadium. Sie kommen nur in äußerst geringen Konzentrationen vor. Für sie konnten noch keine eindeutigen Funktionen festgestellt werden.

Mineralstoffe sind in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Mit einer ausgewogenen Kost lässt sich der Bedarf problemlos decken. Ist die ausreichende Versorgung über die tägliche Nahrung eingeschränkt, tragen Supplemente wie Mineralkomplex dazu bei, den Mineralstoffhaushalt im Gleichgewicht zu halten.

Mineralkomplex

Die hoch bioverfügbare Kombination aus 11 natürlichen Mengen- und Spurenelementen unterstützt den Körper bei der Aufrechterhaltung wichtiger Funktionen und Prozesse.

Wofür werden Mineralstoffe verwendet?

Ob Energiegewinnung, Schilddrüsenfunktion, Blutgerinnung, Knorpelsynthese, Zellteilung oder Zahngesundheit – ohne Mineralstoffe macht die Biomaschine Mensch schlapp. Daher ist die gezielte Versorgung essentiell. Lernen Sie hier die wichtigsten Merkmale der sieben Mengenelemente Chlorid, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel und acht Spurenelemente Chrom, Eisen, Fluorid, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und Zink kennen. Und mit welchen Lebensmittel Sie einem Mangel vorbeugen.

Appetitliche Zusammenstellung verschiedener Nüsse und Kerne
Nüsse, Mandeln und Kerne sind eine gesunde Quelle für Mineralstoffe (© beats3 – istockphoto.com)
Calcium bzw. Kalzium (Mengenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 1000 mg):
AufgabenAufbau von Knochen und Zähnen, Blutgerinnung, normale Nervenfunktion, Energiestoffwechsel, Muskelfunktion
MangelEntkalkung der Knochen
LieferantenGrünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Käse, Milch und Milchprodukte, Nüsse und Kerne
Chlorid (Mengenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 2300 mg):
AufgabenWasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt, Teil der Magensäure, Kohlenstoffdioxidtransport
MangelExtrem selten (schlechte Verdauung, Muskelschwäche), die meisten Menschen nehmen zu viel Chlorid auf (Bluthochdruck)
LieferantenKochsalz, salzhaltige Lebensmittel (Brot, Käse, Fertiggerichte), Mineralwasser
Chrom (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 0,03 bis 0,1 mg):
AufgabenZuckerverwertung, Blutbildung, Kohlenhydratstoffwechsel
MangelNahezu ausgeschlossen
LieferantenSchwarzer Pfeffer, Rindfleisch, Käse, Artischocke, Petersilie, Eigelb
Eisen (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Männer und Frauen über 51 Jahren 10 mg / Frauen bis 50 Jahre 15 mg):
AufgabenBlutbildung, Sauerstofftransport im Blut, Immunsystem
MangelBlutarmut (Anämie), erhöhte Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Leistungsabfall, Kopfschmerzen
LieferantenEigelb, Fleisch, Haferflocken, Hirse, Vollkornprodukte, Wurst
Fluorid (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Männer 3,8 mg / Frauen 3,1 mg):
AufgabenRobuste Zähne (Zahnschmelz) und Knochen
MangelKaries, Osteoporose, Arteriosklerose
LieferantenMeeresfrüchte, Fisch, Walnüsse, schwarzer Tee, Sojaprodukte; fluoridhaltige Zahnpasta, fluoridisiertes Speisesalz
Jod (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 0,2 mg / Senioren 0,18 mg):
AufgabenSchilddrüsenfunktion, Bildung von Schilddrüsenhormonen, Wachstum
MangelMüdigkeit, Schlappheit, Konzentrationsschwäche, Infektanfälligkeit, Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kindesalter
LieferantenJodsalz, Seefisch, Meeresfrüchte, Milch und Milchprodukte, Eier
Kalium (Mengenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 4000 mg):
AufgabenWasser- und Elektrolythaushalt, Übertragung von Nerven- und Muskelreizen (insbesondere im Herz), Blutdruckregulation
MangelSchwächung der Muskeln
LieferantenBananen, Champignons, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Trockenobst, Nüsse und Kerne, Beeren
Kupfer (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 1,5 mg):
AufgabenFunktion von Gehirn und Nerven, Eisenstoffwechsel, Schutz vor oxidativem Stress, Bestandteil von Enzymen
MangelBlutarmut, Appetitlosigkeit, Blässe, Eisenmangel
LieferantenAustern, Schalentiere, Innereien (Leber, Niere), Erbsen, Linsen, Nüsse und Kerne, Pilze, Kakao, Kaffee, Tee
Magnesium (Mengenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Männer 350 mg / Frauen 300 mg):
AufgabenAktivator vieler Enzyme, Aufbau der Knochen, Energiestoffwechsel, Enzym-, Nerven- und Muskelfunktionen, Zellteilung, Eiweißsynthese
MangelMuskelzuckungen, nächtliche Wadenkrämpfe, Ermüdungszustände, Nervosität, Depressionen, Herz-Kreislauf-Krankheiten
LieferantenBananen, Beeren, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Nüsse und Kerne, Samen, Getreideprodukte
Magnesium für jeden Tag

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Mangan (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 2 bis 5 mg):
AufgabenKnochen- und Knorpelsynthese, Schutz vor oxidativem Stress, Bestandteil von Enzymen
MangelNicht bekannt
LieferantenNüsse und Kerne, Getreideprodukte, Hülsen- und Trockenfrüchte, Spinat, Käse, Heidelbeeren, Tee, Kaffee
Molybdän (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 0,05 bis 0,1 mg):
AufgabenKariesprophylaxe, Bestandteil von Enzymen, Schutz vor oxidativem Stress
MangelNahezu ausgeschlossen
LieferantenIn allen Lebensmitteln enthalten, v.a. Hülsenfrüchte, Getreideprodukte
Natrium (Mengenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 1500 mg):
AufgabenWasser- und Elektrolythaushalt, Nerven- und Muskelfunktionen, Herzrhythmus
MangelApathie, Müdigkeit, Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit
LieferantenSpeisesalz, Brot, Käse, Wurst, Sauerkraut
Phosphor (Mengenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Erwachsene 700 mg):
AufgabenAufbau der Zellmembranen, Bestandteil von Knochen und Zähnen, Energiestoffwechsel, Erbsubstanz
MangelNahezu ausgeschlossen
LieferantenProteinreiche Lebensmittel wie Sojaprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch, Wurst und Käse
Selen (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Männer 0,07 mg / Frauen 0,06 mg):
AufgabenZellschutz, Entgiftung, Immunabwehr, Schilddrüsenfunktion, Haare und Nägel
MangelKoronare Herzerkrankung, Arteriosklerose
LieferantenFleisch (Leber), Seefisch, Eigelb, Paranüsse, Hülsenfrüchte, Spargel, Kohl, Zwiebeln
Schwefel (Mengenelement, der tägliche Bedarf beträgt ca. 13 bis 25 mg/kg Körpergewicht):
AufgabenAufbau von Eiweißstoffen, Bestandteil von Enzymen und Hormonen, Energiegewinnung, Immunabwehr, Entgiftung
MangelHautprobleme, stumpfes Haar, brüchige Nägel, Gelenkbeschwerden
LieferantenProteinreiche Nahrungsmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Käse usw.), Brokkoli, Zwiebel- und Lauchgewächse, Nüsse und Kerne, Mandeln
Zink (Spurenelement, empfohlener Tagesbedarf* für Männer 10 mg / Frauen 7 mg):
AufgabenImmunabwehr, Wachstum, Wundheilung, robuste Knochen, Kollagensynthese, Bestandteil von Enzymen, Haare und Nägel
MangelHautveränderungen, Wachstumsstörungen, verzögerte Wundheilung 
LieferantenFleisch (Leber), Schalentiere, Milch und Milchprodukte, Käse, Vollkornprodukte, Haferflocken, Nüsse und Kerne

* Nährstoffbezugswerte nach VO (EU) Nr. 1169/2011

Mineralstoffe sind nicht allein für die Funktion von Hunderten Enzymen und Hormonen unersetzlich, sondern auch den Vitaminstoffwechsel: Wenn dem Körper Mineralstoffe fehlen, kommen die Vitamine ihren Aufgaben nicht mehr ausreichend nach. Dies gilt es beim Speiseplan zu berücksichtigen – ohne Mineralstoffe sind Vitamine wertlos!

Wer braucht mehr Mineralstoffe?

Trotz geringer Bedarfsmenge sind Mineralstoffe für den Körper essentiell. Der Mineralstoffbedarf ist individuell verschieden. Er hängt von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Ernährung, Aktivitätslevel, Gesundheitszustand und Lebensführung ab. Auch das Klima und der Standort wirken sich auf den persönlichen Bedarf aus. In der Regel kann dieser durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden.

Allerdings gibt es besondere Umstände wie zum Beispiel Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit, Krankheiten oder postoperative Zustände, in denen der Bedarf erhöht ist. Dann empfehlen sich geeignete Nahrungsergänzungen. Auch das Meiden bestimmter Lebensmittel, starke körperliche Aktivitäten oder Essstörungen können zu einem Mangel bestimmter Mineralstoffe führen und die Zufuhr entsprechender Supplemente erforderlich machen.

Gegenüber Vitaminen sind Mineralstoffe weder licht- noch hitzeempfindlich. Daher gehen sie beim Kochen nicht verloren. Jedoch sind zahlreiche Mineralstoffe wasserlöslich. Das heißt: Waschen Sie Gemüse, Salate, Kräuter und Obst gründlich, aber nur kurz (nicht wässern). Die Lebensmittel erst nach dem Waschen zerkleinern. Mit wenig Wasser dünsten. Und halten Sie die Garzeiten kurz und fangen Sie Kochwasser – außer bei Kartoffeln – für Suppen oder Saucen auf. Dann ist für eine optimale Nährstoffverwertung gesorgt.

Risikogruppen: Wer hat einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen?

Die Einnahme von Mineralstoffprodukten kann für jeden Mensch sinnvoll sein. Jedoch sind sie nicht per se nützlich. Daher sollten die Supplemente nur auf ärztliche Empfehlung verzehrt werden. Prinzipiell kommen sie in Frage für: Kinder und Teenager im Wachstum, Schwangere und Stillende, chronisch Magen-Darm-Kranke, vegan Essende, Seniorinnen und Senioren, Menschen, die langfristig bestimmte Medikamente einnehmen (Abführmittel, Antibabypille, Diuretika, Kortikosteroide), Leistungssportler, körperlich aktive Personen und Schwerarbeiter sowie Männer und Frauen, die an Essstörungen leiden (Bulimie, Magersucht), sich lange Zeit einseitig ernähren (Reduktionsdiäten, Fast Food), stark rauchen und regelmäßig viel Alkohol trinken.

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Mineralstoffmangel: Anzeichen, die für eine Supplementierung sprechen

Wenn Sie nicht mehr so gut schlafen und tagsüber ständig sind, sich nur noch schlecht konzentrieren können, unter Appetitlosigkeit leiden, häufig von Infektionen und Erkältungen betroffen sowie schneller reizbar, niedergeschlagen oder sogar leicht depressiv sind, wird Ihr Körper offensichtlich nicht mehr ausreichend mit lebenswichtigen Vitalstoffen versorgt. Ziehen Sie neben einer Ernährungsumstellung die Verwendung von Mineralstoffpräparaten in Betracht. Die Auswahl und Dosierung sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker klären.

Ausnahmesituationen und Prophylaxe: Jetzt sind zusätzliche Mineralstoffe wichtig!

Selbst bei einer abwechslungsreichen Ernährung gibt es Lebensumstände, die den Verzehr mineralstoffreicher Nahrungsergänzungen nötig machen. In erster Linie sind dies starkes Schwitzen aufgrund von regelmäßigem Sport, körperlicher Arbeit oder Hitze. Auch bei der Ausleitung von Schadstoffen, Entsäuerungskuren und Diäten empfehlen sich Präparate wie Mineralkomplex. Ferner sprechen anhaltende Durchfallerkrankungen, häufiges Erbrechen und Zustände nach Operationen für die Einnahme von Mineralstoffprodukten. Ebenso Stress und Kinderwunschzeiten.

Die Dosis macht das Gift: Ein Übermaß bestimmter Mineralstoffe kann dem Körper mehr schaden als nützen. Zudem sind Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich. Halten Sie daher an die an die auf der Verpackung aufgedruckte Verzehrempfehlung.

Mangelerscheinungen sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Eine Tabelle mit Verzehrempfehlungen für Mineralstoffe kann im täglichen Gebrauch eine kontrollierte, gesunde Lebensweise unterstützen. Im Zweifel konsultieren Sie einen Ernährungsberater.

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© Titelbild: Iuliia Kanivets – istockphoto.com

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