Rote Warnung nach Zeckenstich: Wanderröte als Symptom der Borreliose!

Die Wanderröte ist das wichtigste Frühzeichen der Borreliose. Sie tritt typischerweise einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich auf. Der ringförmige Hautausschlag gilt als einziges sicheres Symptom einer Infektion. Wer schnell reagiert und umsichtig handelt, kann Komplikationen verhindern. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Sie achten müssen und wie Sie sich schützen können.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Borreliose?
- Wie häufig ist eine Borreliose?
- Vor Borreliose schützen: Sofortmaßnahmen nach dem Zeckenstich
- Diese Symptome sind typisch: Wanderröte & Co.
- Diagnose der Lyme-Borreliose
- Klassisch erfolgt die Behandlung mit Antibiotika
- Dauerhafte Symptome von Borreliose trotz Antibiotikum
- Heilpflanzen statt Doxycyclin und Amoxicillin
Was ist Borreliose?
Der Borreliose (auch: Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit) liegt eine Infektion mit Bakterien des Stammes Borrelia zugrunde. Oft ist die Art Borrelia burgdorferi beteiligt. Sie wird durch den Stich infizierter Zecken auf den Menschen übertragen und kann eine Vielzahl von Beschwerden hervorrufen. In Deutschland ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) hauptverantwortlich.

Borreliose wird durch Bakterien übertragen
Häufig betrifft die Erkrankung die Haut, das Nervensystem, die Gelenke oder das Herz. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Er reicht von lokalen Hautreaktionen wie der Borreliose Wanderröte über grippeartige Beschwerden bis zu schweren systemischen Entzündungen. Die Symptome treten meist wenige Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich (umgangssprachlich Zeckenbiss) auf. Ist es zum Biss gekommen? Keine Panik, meist heilt er ohne Folgen ab.
Borrelien leben in vielen Wild-, Nutz- und Haustieren und werden von Zecken beim Blutsaugen aufgenommen. Beim nächsten Stich geben Zecken die Erreger auf demselben Weg weiter. Die Übertragung findet in der Regel erst nach mehreren Stunden statt. Denn im Gegensatz zu den FSME-Viren leben Borrelien nicht in den Speicheldrüsen, sondern im Magen-Darm-Trakt. Um von dort über den Speichel durch die Stichwunde in den Wirt einzudringen, brauchen die Erreger zwischen 8 und 36 Stunden. Es kommt daher erst nach längerem Saugen zu einer Infektion.
Das bedeutet: Der Stich einer befallenen Zecke führt nicht zwangsläufig zu Borreliose. Wer Zecken frühzeitig entfernt, kann das Infektionsrisiko deutlich senken.

Verbreitung in Deutschland
Borreliose kann in ganz Deutschland auftreten. Die Durchseuchung der Zecken mit Borrelien ist regional unterschiedlich, aber grundsätzlich sind alle Bundesländer betroffen. Je nach Region sind 30 bis sogar 40 Prozent der Zecken mit Borrelien befallen, vor allem in Süd- und Ostdeutschland.Zecken mögen Wärme und Feuchtigkeit, ab etwa 7° C werden sie aktiv. Die meisten Erkrankungen werden daher in den Sommermonaten verzeichnet. Bedingt durch den Klimawandel, das heißt zunehmend milde Winter und feuchte Sommer, besteht für Borreliose mittlerweile ein ganzjähriges Infektionsrisiko. Auch in Norddeutschland.
Wie häufig ist eine Borreliose?
Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Borreliose. Das Infektionsrisiko ist zudem gering, wenn der Parasit rasch entfernt wird. In Deutschland treten geschätzt 60 bis 200.000 Erkrankungen pro Jahr auf. Nach einem Zeckenstich lassen sich bei rund 5 Prozent der Betroffenen Antikörper gegen Borrelien im Blut nachweisen. Aber nur ein kleiner Teil dieser Personen entwickelt Krankheitssymptome. Meistens bleiben Zeckenstiche komplikationslos.
Übrigens: Borreliose wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
Vor Borreliose schützen: Sofortmaßnahmen nach dem Zeckenstich
Im Unterschied zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die ebenfalls durch Zecken übertragen wird und eine gefährliche Hirnhautentzündung auslösen kann, gibt es bislang keine Impfung gegen Borreliose. Den besten Schutz bietet daher die Vermeidung von Zeckenstichen.
Zeckenbisse jucken nicht: Um seinen blutsaugenden Tätigkeiten unbemerkt nachgehen zu können, sondert der Parasit mit seinem Speichel ein Betäubungsmittel ab. Besonders gern beißen Zecken an dünnen und warmen Hautstellen, vor allem in den Kniekehlen, im Genital-, Bauch- und Brustbereich sowie im Nacken und am Haaransatz.

Es gibt keine Impfung: Das schnelle Entfernen der Zecke ist zentral
Sollten Sie gebissen werden, gilt es den Parasiten sofort zu entfernen, um Borreliose zu vermeiden: Je länger das Blutsaugen andauert, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
Die Zecke richtig entfernen – so geht's:
- Greifen Sie die Zecke am Kopfbereich möglichst nah der Haut. Nicht am vollgesogenen Körper fassen.
- Ziehen Sie diese langsam und gerade heraus. Nicht quetschen, nicht drehen.
- Verwenden Sie am besten eine Pinzette, eine Zeckenkarte oder Zeckenzange.
- Eine Vorbehandlung mit Öl oder Klebstoff ist kontraproduktiv, weil dadurch möglicherweise vermehrt Erreger freigesetzt werden, die Borreliose verursachen können.
- Die Stichstelle im Anschluss sorgfältig desinfizieren.
- Wenn Reste der Zecke im Körper zurückbleiben, kann sich die Haut entzünden. Das Borrelioserisiko steigt dadurch nicht. Die Partikel werden später vom Körper abgestoßen.
Beobachten Sie die Einstichstelle über die nächsten ein bis zwei Monate. Entwickelt sich nach dem Stich eine kreisrunde Rötung oder treten Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen oder Müdigkeit auf, konsultieren Sie umgehend einen Arzt.
Lange Kleidung, geschlossene Schuhe und das Meiden von hohem Gras oder Gestrüpp reduzieren das Zeckenkontaktrisiko. Helle Kleidung macht es einfacher, die Parasiten zu erkennen. Nach dem Aufenthalt im Freien den Körper gründlich nach Zecken absuchen. Repellents mit Wirkstoffen wie DEET können die Blutsauger für einige Stunden fernhalten. Wichtig ist die regelmäßige Erneuerung der Mittel. Auch die Kleidung kann eingesprüht werden. Trotzdem ersetzt kein Mittel die körperliche Kontrolle.
Diese Symptome sind typisch: Wanderröte & Co.
Meistens verlaufen Infektionen mit Borrelien unbemerkt. Falls es zu Beschwerden kommt, sind diese sehr unterschiedlich und können zu verschiedenen Zeitpunkten einzeln oder in Kombination auftreten. Dadurch ist eine Borreliose nicht immer leicht zu erkennen.
Meist bildet sich durch einen Zeckenstich eine leicht geschwollene Rötung. Sie ist nicht größer als drei bis vier Zentimeter. Hierbei handelt es sich um eine lokale Entzündungsreaktion, die mit Borreliose nichts zu tun hat und sich nach Entfernen des Tieres innerhalb weniger Tage zurückbildet. Sie juckt nicht und kann optisch unauffällig sein, weshalb sie leicht übersehen wird.
Rötung mit Folgen: Die Wanderröte, Frühzeichen für eine Infektion
Das häufigste und früheste sichtbare Symptom einer Borreliose ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans). Sie entsteht meist innerhalb von drei bis 30 Tagen nach dem Zeckenstich und zeigt sich als kreisrunde, langsam ausbreitende Rötung mit blasser Mitte.

Die ringförmige Hautrötung hat einen Durchmesser von mindestens fünf Zentimeter und tritt bei circa drei Viertel der Erkrankten auf. Sie gilt als sicheres Zeichen für eine frühe Borreliose und stellt somit einen klaren Behandlungsgrund dar; dennoch handelt es sich um eine Verdachtsdiagnose, da selbst Bluttests nur bedingt aussagekräftig sind!
Allerdings kann die Hautverfärbung auch unauffällig, fleckig oder stark verblasst sein sowie mehrfach an verschiedenen Körperstellen wie Beinen, Kopf oder Hals auftreten. Bei manchen Patienten zeigen sich stattdessen Pusteln oder Knötchen, bei Anderen unregelmäßig geformte Rötungen (Multiple Erythemata migrantia). Es besteht somit die Gefahr, dass Sie die Rötung der Haut mit einem Ausschlag verwechseln. Insbesondere, wenn der Zeckenstich nicht wahrgenommen wurde.
Hautveränderungen sind typische Erstsymptome
Da die Wanderröte schmerzlos ist, kann sie unbemerkt bleiben. Der Hautausschlag wird durch Borrelien verursacht, die sich kreisrund in der Haut ausbreiten und vom Immunsystem bekämpft werden. Demnach handelt es sich bei der Wanderröte um eine Abwehrreaktion des Körpers. Sie bedeutet aber nicht, dass es zu anderen oder gar schweren Beschwerden kommen muss. Selbst wenn die ringförmige Hautentzündung unbehandelt bleibt, entwickeln viele Betroffene keine weiteren Krankheitssymptome.
Ein seltenes, aber charakteristisches Hautsymptom ist das Borrelien-Lymphozytom – eine bläulich-rote, pralle, knotenförmige und schmerzlose Schwellung an Ohrläppchen, Brustwarzen oder im Genitalbereich. Kinder sind häufiger als Erwachsene betroffen. Lymphozytome treten vor allem in den ersten Wochen nach der Infektion auf. Im späteren Verlauf können sich mehrere Knötchen entwickeln.
Allgemeinsymptome nach einem Zeckenstich
Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Lymphknotenschwellungen sowie Kopfschmerzen können ebenfalls Hinweise auf eine Infektion sein. Sie treten oft einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich auf.
Daher gilt: Die Wanderröte und/oder grippeähnliche Symptome nach einem Zeckenstich sollten Anlass sein, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Je eher die Lyme Borreliose erkannt wird, desto besser lässt sie sich therapieren. Wie sieht die Behandlung aus? Standardmäßig wird eine antibiotische Therapie eingeleitet.
Streuung der Erreger im Körper
Unbehandelt kann sich die Infektion im ganzen Körper manifestieren: Die Borrelien gelangen über die Blutbahnen in das Nervensystem, die Gelenke oder das Herz. Bis zu möglichen Symptomen vergehen Wochen, Monate oder sogar Jahre.
Ein Klassiker ist die Neuroborreliose. Sie äußert sich durch Lähmungen, Taubheitsgefühle und stechend-brennende Schmerzen, die vor allem nachts auftreten. Verbreitet ist auch die Lyme-Arthritis, eine schmerzhafte, mit starken Schwellungen verbundene Gelenkentzündung. Sie betrifft in erster Linie die Knie und kann Tage bis Monate anhalten und immer wieder schubweise auftreten.
Chronische und späte Verläufe
In seltenen Fällen kommt es zu Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen und den damit verbundenen Komplikationen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit, Brustenge und Atemnot bei Belastung.
Eine typische Spätfolge ist die Acrodermatitis chronica atrophicans – eine Veränderung der Haut mit bläulicher Verfärbung und papierdünner Oberfläche, meist an den Beinen. (Nicht mit der Wanderröte verwechseln!) Häufig kommen Gelenkschmerzen und Zeichen einer Nervenschädigung wie Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle dazu.
PTLDS: Die verschleppte Borreliose
Vom Post-Lyme-Disease-Syndrom, kurz PTLDS, spricht man, wenn Menschen viele Jahre nach einem Zeckenstich über unklare chronische Beschwerden wie andauernde Müdigkeit (Fatigue), anhaltende Schmerzen und neurokognitive Manifestationen klagen und Borrelien-Antikörper im Blut aufweisen. Trotz Antibiotikabehandlung. Da die Symptome auch andere Ursachen haben können, ist das PTLDS nicht einheitlich definiert und medizinisch umstritten.
| Übersicht | Borreliose Symptome Phase 1-3 |
|---|---|
| Phase 1 – Hautinfektion | An der Einstichstelle bildet sich nach einigen Tagen bis zu etwa vier Wochen eine Rötung aus. Die Wanderröte ist meist kreisrund, schmerzlos und scharf abgegrenzt. Mit der Zeit wird der Durchmesser größer und die Mitte blasser. Sie ist ein deutlicher Hinweis auf die Lyme-Krankheit, obwohl sie in durchschnittlich jedem dritten Infektionsfall fehlt. Weitere Symptome der Phase 1 können sein: Grippale Symptome ("Sommergrippe"), wie Fieber, Schwindel, Kopf-, Gelenk- und Muskelbeschwerden, Lymphknoten- und Gelenkschwellungen, Bindehautentzündungen sowie Magen-Darm-Probleme. |
| Phase 2 – Ausbreitung des Erregers | Etwa vier Wochen bis sechs Monate nach dem Zeckenstich haben sich die Borrelien im Körper verteilt. Ist das Nervensystem befallen (akute Neuroborreliose), können (brennende) Schmerzen einzelner Nervenbereiche oder Lähmungserscheinungen auftreten. Oft sind die Gesichtsnerven betroffen. Weiterhin ist mit wandernden Gelenkschmerzen oder Sensibilitätsstörungen zu rechnen, in selteneren Fällen auch Herzrhythmusstörungen, Hirnhautentzündungen oder Gehirnentzündungen in Verbindung mit Fieber und starken Kopf- und Nackenschmerzen. Ebenfalls sind Konzentrations- und Schlafstörungen sowie andauernde Müdigkeit und Energiearmut zu beobachten; In diesem Zusammenhang sprechen Betroffene häufig davon, sich dauerhaft „schlapp“ zu fühlen. Ein angeschlagenes Nervenkostüm und eine leichte Reizbarkeit sind sowohl Symptom als auch Folge dieser Symptomatik. |
| Phase 3 – Chronisches Stadium: | Im ungünstigen Fall entwickelt sich Borreliose zu einer chronischen Erkrankung. Manifestationen dieses Stadiums sind die Lyme-Arthritis mit geschwollenen Knien oder Gelenken. Häufig tritt auch eine Borreliose-typische Hauterkrankung auf, die Acrodermatitis atrophicans Herxheimer (ACA). Diese Symptome treten auch Monate bis Jahre nach der Infektion auf und betreffen vor allem das Nervensystem, die Gelenke und die Haut. Bei der Lyme-Arthritis entzünden sich unter Schmerzen einzelne oder wenige Gelenke, insbesondere die Kniegelenke. Die Beschwerden treten in Schüben auf oder sind anhaltend. Wird die Haut an Armen und Beinen dünner und erhält eine bläuliche Verfärbung, liegt die Akrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer vor. Zu den möglichen Spätsymptomen zählen weiterhin Neuro-Borreliose typische Symptome, wie Nervenschmerzen, Gefühlsstörungen, Koordinationsprobleme, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Augenentzündung, Sehstörungen aber auch Gehirn-oder Rückenmarkentzündungen mit Lähmungserscheinungen sowie abrupte Stimmungsschwankungen und Wesensveränderungen. |
Diagnose der Lyme-Borreliose
Die Borreliosebestimmung stützt sich auf die Blickdiagnose: Zur Krankheitserkennung genügt die Wanderröte; insbesondere, wenn sie sich einige Tage oder Wochen nach einem Zeckenstich zeigt. Bestenfalls bestätigen andere typische Symptome wie grippeartige Beschwerden den Verdacht.
Eine verlässliche Diagnose erfordert die Kombination aus klinischer Einschätzung und gezielter Labordiagnostik. Blutuntersuchungen sind jedoch erst nach einigen Wochen zuverlässig positiv – in der Frühphase verläuft die Borreliose noch ohne nachweisbare Antikörper.
Blutuntersuchungen sind nur bedingt geeignet, Borreliose zu erkennen:
- Borrelienspezifische IgM-Antikörper lassen sich im Blut erst ab der dritten Woche und IgG-Antikörper ab der sechsten Woche nach Infektion messen.
- Sowohl IgM- als auch IgG-Antikörper können trotz klinischer Ausheilung bis zu mehreren Jahren im Blut bestehen bleiben.
- Demnach bedeuten Antikörper nur, dass der Körper bereits einmal Kontakt mit Borrelien hatte, aber nicht wann.
- Außerdem tragen 25 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen Borrelien mit sich, ohne an einer Borreliose erkrankt gewesen zu sein.
Dennoch sollte durch Laboruntersuchungen die Infektion bestätigt und das Blut auf Antikörper untersucht werden. Die erhobenen Daten empfehlen sich zudem zur Verlaufskontrolle.
Die Labordiagnose einer Borreliose ist alles andere als trivial. Eine detaillierte Übersicht der Vorgehensweise hat das Labor Enders in Stuttgart zusammengestellt: Labordiagnostik der Borreliose. Sie dient als Entscheidungshilfe für die Abstimmung mit Ihrem Hausarzt.
Klassisch erfolgt die Behandlung mit Antibiotika
Standardmäßig wird Borreliose in allen Stadien der Erkrankung mit Antibiotika behandelt. Früh erkannt, genügt oft eine zehntägige Therapie, zum Beispiel mit Doxycyclin oder Amoxicillin. Bei ernsten Komplikationen verlängert sich die Behandlungsdauer auf mehrere Wochen. Eine Neuroborreliose kann auch intravenöse Therapien erforderlich machen.
Wenn erste Präparate nicht ausreichend wirken, erfolgt gewöhnlich ein Wechsel des Antibiotikums. Nicht selten heilt eine Borreliose folgenlos ab. Auch bei Neuroborreliose kann von einer guten Prognose ausgegangen werden.
Bei Zeckenstichen ohne weitere Krankheitssymptome erfolgen keine vorbeugenden Antibiotikagaben. Eine überstandene Borreliose schützt nicht vor einer erneuten Infektion.
Dauerhafte Symptome von Borreliose trotz Antibiotikum
Garantiert eine Antibiotikatherapie zuverlässige Behandlungserfolge? Nein! Bei vielen Betroffenen flammen nach Antibiotikagaben erneut Symptome auf. Meist einige Tage bis Wochen später, manchmal erst nach Monaten.
Der Grund: Borrelien neigen dazu, sich schon kurz nach der Infektion in tieferliegendes Gewebe zurückzuziehen und Biofilme zu bilden. Darunter versteht man komplexe Gemeinschaften von Mikroorganismen, die sich als Schleimschicht organisieren und so vor der Immunabwehr und Antibiotika schützen. Das Verhalten stellt den Fortbestand der Population sicher. In der Medizin spricht man von Persistenz: Bakterien bleiben im Körper, Symptome kehren zurück oder chronifizieren. Genau das beobachten zahlreiche Patienten trotz Langzeitantibiose.
Wenn sich Borrelien in Biofilmen verbarrikadieren, sind sie weitgehend unempfindlich gegenüber wiederholten Antibiotikagaben und Immunreaktionen des Körpers. Diese Überlebensstrategie ist mittlerweile gut erforscht; ebenso die unzureichende Wirkung konventioneller Therapien.
Das Mikrobiom im Darm hat ausgeprägte Immunfunktionen. Antibiotika schädigen nachweislich das Mikrobiom und schwächen somit die Immunabwehr. Es ist also keine gute Idee, sich bei Borreliose allein auf Antibiotika zu verlassen.
Heilpflanzen statt Doxycyclin und Amoxicillin
Biofilme stellen das zentrale Behandlungshindernis einer Antibiotikatherapie dar. Daher sind bei Borreliose neue Strategien erforderlich. Einen vielversprechenden Ansatz bietet die Pflanzenheilkunde.
Es wurden mehrere Heilpflanzen identifiziert, die sowohl gegen Borrelien als auch ihre Biofilmstrukturen wirksam sind. Zu diesen gehören die Wilde Karde, Katzenkralle, der Japanische Staudenknöterich und Einjährige Beifuß. Diese vier Anti-Borreliose-Kräuter können, was Antibiotika und die Immunabwehr nicht bzw. nur noch mangelhaft leisten, nämlich Biofilme auflösen und die dort versteckten Borrelien wirksam bekämpfen.

Vier Anti-Borreliose-Kräuter mit Synergieeffekten
Wie Wolf-Dieter Storl in seinem Bestseller „Borreliose natürlich heilen“ darstellte, empfiehlt sich die Kardenwurzel mit ihren immunstärkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften als elementarer Baustein der pflanzlichen Borreliose-Therapie. Kombiniert mit der Katzenkralle, dem Beifuß und Staudenknöterich ist eine synergistische Wirkung gewährleistet.
Hauptwirkungen des Heilpflanzenquartetts:
- Wilde Karde (Dipsacus fullonum ): Immunstärkend, entzündungshemmend
- Katzenkralle (Uncaria tomentosa ): Antimikrobiell, Immunstärkend, entzündungshemmend, antioxidativ
- Japanischer Staudenknöterich (Polygonum cuspidatum ): Biofilmlösend, antioxidativ, gefäßschützend
- Einjähriger Beifuß (Artemisia annua ): Antimikrobiell, entzündungshemmend, antioxidativ
In Kooperation bieten die vier Anti-Borreliose-Kräuter folgende Leistungen: Sie lösen Biofilme auf, bekämpfen Bakterien, stärken das Immunsystem, reduzieren Entzündungsreaktionen und unterstützen die Ausscheidung von Endotoxinen. Deshalb ist es ratsam, parallel zur Antibiotikaeinnahme eine Behandlung mit dem Heilpflanzenquartett zu starten.
Da Borrelien bei Temperaturen über 42° C absterben, fördern Saunagänge und Schwitzhüttenbesuche die Gesundung. Die künstliche Überhitzung ahmt Fieber nach, eine natürliche Immunreaktion gegen Infektionen, die schweißtreibend wirkt, die Durchblutung fördert und Erreger abtötet.
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© Titelbild: Jerry Callaghan – istockphoto.com







