Warum für Auszüge der Kardenwurzel das Ansatzverhältnis 1:1,8 optimal ist

Warum für Auszüge der Kardenwurzel das Ansatzverhältnis 1:1,8 optimal ist

Für die Herstellung eines Kräuterextrakts werden die Pflanzen in einem spezifischen Ansatzverhältnis mit Alkohol und Wasser vermengt. Dann gehen die sekundären Pflanzenstoffe und ätherischen Öle in die Flüssigkeit über, also das volle pflanzliche Wirkstoffspektrum. Für die Wilde Karde ist das Ansatzverhältnis 1:1,8 optimal. Bei diesem kommen 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel.

Kategorien: Pflanzen

Inhaltsverzeichnis

Wie werden die Wirkstoffe aus der Pflanze gelöst?

Die Kräuterbitter-Konzentrate  von Wellnest (Herbazeutika) basieren auf ausgesuchten, in der Naturheilkunde bewährten Pflanzenrohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. schonender Wildsammlung und werden in Deutschland mazeriert. Bei der Mazeration handelt es sich um ein traditionelles Extraktionsverfahren, das durch Auslaugung die wasser- und alkohollöslichen Pflanzenbestandteile löst und so das gesamte pflanzliche Wirkstoffspektrum in Tinkturen überführt.

Mit anderen Worten wird das Potential von Heilpflanzen wie Koriander, Bärlauch, Kardenwurzel, Katzenkralle, Cayennepfeffer  oder Schwarzwalnuss bei Zimmertemperatur im Kaltauszug produktiv gemacht. Dafür ist neben handwerklichem Erfahrungsreichtum auch solides botanisches Wissen gefragt, da das Produktionsziel ein Konzentrat ist, das die gewünschten sekundären Pflanzenstoffe und ätherischen Öle vollständig enthält.

Das Ansatzverhältnis bestimmt die Qualität
Das Ansatzverhältnis entscheidet über das Wirkstoff-
spektrum (© Fotolia/Szasz-Fabian Erika)

Für Karde ist das Ansatzverhältnis 1:1,8 ist optimal

Für Erfolg sorgt bei der Mazeration die richtige Mischung: Es kommt darauf an, die entsprechenden Kräuter in einem spezifischen Ansatzverhältnis mit Alkohol und Wasser zu vermengen. Nur wenn das Verhältnis stimmt, gehen die sekundären Pflanzenstoffe und ätherischen Öle in die Flüssigkeit über.

Das Beispiel  verdeutlicht diesen Zusammenhang anschaulich: Der Kräuterbitter verfügt sowohl über die schnell als auch langsam löslichen Bestandteile der frischen Kardenwurzel. Deren umfassendes und verhältnistreues Vorhandensein charakterisiert die Tinktur als ganzheitliches Extrakt, welches über das volle Pflanzenwirkstoff-Spektrum der Karde verfügt. Entscheidend dafür ist das Ansatzverhältnis 1:1,8. Bei diesem kommen 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel.

Weniger Karde im Ansatz führt zu mehr Wirkstoffen im Extrakt

Nun könnte man annehmen, die Konzentrat-Güte stiege parallel zum Kardenanteil. Und tatsächlich gibt es Hersteller, die mit einem Ansatzverhältnis 1:1 werben und behaupten, ein höherer Kardenanteil wäre nicht möglich. Damit wird suggeriert, dass gleiche Lösungsmittel- und Pflanzenanteile ein Qualitätsmaximum bzw. geringere Pflanzenanteile Qualitätseinbußen bedeuteten. Ein Trugschluss, der angesichts der stattlichen Pflanzenkosten nur für unnötige Produktverteuerungen sorgt! Wie am Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat deutlich wird, beschert der 56-prozentige Kardenanteil ein ganzheitliches Extrakt von exzellenter Qualität.

Extraktion der schnell UND langsam löslichen Bestandteile

Die Gründe dafür sind einerseits in der begrenzten Tragfähigkeit des Lösungsmittels Alkohol, andererseits in den sich unterschiedlich schnell auflösenden Bestandteilen der Kardenwurzel zu suchen:

  • Bei einem Karden-Überangebot (Ansatzverhältnis 1:1) wird der Alkohol aufgrund der großen Pflanzenmenge rasch von den schnell löslichen Bestandteilen gesättigt – die Aufnahmekapazitäten sind erschöpft, bevor die langsam löslichen Bestandteile aufgenommen wurden. Das Ergebnis ist unter ganzheitlichen Gesichtspunkten verfälscht, da es nicht die natürliche Zusammensetzung der Kardenwurzel abbildet, sondern ein überproportional hohes Gewicht auf die schnell löslichen Bestandteile legt.
  • Hingegen wird bei einem ausgewogenen Kardenanteil (Ansatzverhältnis 1:1,8) die Sättigungsgrenze des Alkohols viel später erreicht, so dass neben den schnell auch die langsam löslichen Anteile aufgenommen werden können. Die Relation sämtlicher Inhaltsstoffe, also das ganze Wirkstoffspektrum der Karde, wird „maßstabsgerecht“ in die Tinktur überführt.

Bei der Kardenextraktion zählt nicht der maximale Pflanzenanteil, sondern die richtige Mischung. Das Ansatzverhältnis 1,8 Teile Lösungsmittel auf 1 Teil frische Kardenwurzel bildet die Wirkstoff-Zusammensetzung der Kardenwurzel exakt ab und führt zu einem ganzheitlichen Extrakt. Aufgrund dessen besitzt das Wellnest Bio Kardenwurzel Frischpflanzen Konzentrat eine extrem hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen, welche für die Qualität von Kräuterbitter maßgeblich sind.