Algen

Neben dem in der asiatischen Küche gebräuchlichen Seegras und Seetang gibt es mit Chlorella und Spirulina zwei Algenarten, die sich aufgrund ihrer hohen Proteindichte und des einzigartigen Vitalstoffprofils hervorragend als Nahrungsergänzungsmittel eignen.

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Algen – Multitalente zum Essen

In Asien stehen Algen schon immer auf dem Speiseplan. Doch auch hierzulande wächst seit einigen Jahren das Interesse an Algenprodukten. Nicht zuletzt der Sushi-Boom sorgte dafür, dass wir bei Algen nicht mehr nur an das glibbrige grüne Zeug am Strand denken, sondern an leckeres Seafood.

Superfood Algen: Grün, nahrhaft und vielseitig

Vergleichbar zu Obst und Gemüse ist Algen jedoch nur ein Oberbegriff. Wie viele Arten es gibt, ist unbekannt, denn ihr Lebensraum umfasst neben Gartenteichen (Süßwasser) und dem Ozean (Salzwasser) auch feuchte Böden, Flechten, Pilze und Baumrinden. Vermutlich existieren mehrere Hunderttausend Arten! Dabei können die Ein- oder Mehrzeller mit bloßem Auge unsichtbar, aber auch Dutzende Meter lang sein. Mit anderen Worten: Alge ist nicht gleich Alge. Gewöhnlich wird zwischen Makro- und Mikroalgen unterschieden. Rund 500 davon nutzen wir als Treibstoff, Medizin, Lebensmittelzusatz und Nahrungsergänzung.

Der Unterschied zwischen Makro- und Mikroalgen:

  • Makroalgen: Sie können Längen von bis zu 60 Meter erreichen. Frische Makroalgen wie die Sorten Dulse, Kombu, Nori oder Wakame sind unter Bezeichnungen wie Seegras oder Seetang ein fester Bestandteil der asiatischen Küche, etwa als Suppenzutat, grüne Hülle um Sushi, Salat oder gedünstetes Gemüse. In Deutschland sind die Wasserpflanzen nur konserviert oder getrocknet erhältlich, für die Zubereitung müssen sie eingeweicht werden. Im Weiteren gewinnt die Lebensmittelindustrie aus Makroalgen Gelier- und Verdickungsmittel.
  • Mikroalgen: Neben den essbaren Algen gibt es noch die mikroskopisch kleinen, mit dem Auge nicht erkennbaren einzelligen Mikroalgen. Sie zählen zu den Süßwasseralgen, werden in Algenfarmen gezüchtet und als Nahrungsergänzung in Tabletten- oder Pulverform vertrieben. Die bekanntesten Mikroalgen sind Chlorella-, Spirulina- und AFA-Algen. Sie sind herausragende Nährstofflieferanten und ergänzen vollwertige Speisepläne.

Mikroalgen brauchen Wärme und Licht zum Wachstum

Während Makroalgen aus dem Meer stammen, werden Mikroalgen in speziellen Zuchtanlagen kultiviert. In Frage kommen entweder offene, großflächige Aquakulturen oder geschlossene Platten-, Röhren- und Schlauchsysteme. Letztere haben eine höhere Ausbeute. Da Algen viel Licht und Wärme für ein optimales Wachstum benötigen, sind offene Wasserbecken – trotz des preisgünstigen Betriebs – in den gemäßigten Klimazonen Europas unrentabel. Eine wirtschaftliche Alternative ist im sächsisch-anhaltinischen Klötze zu bestaunen. Hier steht Deutschlands größte Algenfarm. Sie produziert in einem 500 km langen Glasröhrensystem mit Hilfe von Sonnenlicht, Wasser, Kohlendioxid und Nährstoffen pro Jahr 30 bis 50 Tonnen der einzelligen grünen Mikroalge Chlorella vulgaris. Im Weltmaßstab ist das allerdings nur ein kleiner Ausstoß: Die globale Algenproduktion beläuft sich auf 21 Millionen Tonnen jährlich. Weltweit größter Algenproduzent ist China.

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Die Mikroalgen Chlorella und Spirulina bieten geballte Nährstoffpower

Im Wellnest Onlineshop erhalten Sie die Mikroalgen Chlorella und Spirulina unter dem Schlagwort Pflanzenkraft . Aufgrund ihres hohen Proteingehalts und der außergewöhnlichen Nährstoffdichte werden beide Algenarten gerne in einen Topf geworfen. Dabei sind sie ziemlich verschieden.

Chlorella und Spirulina im Vergleich:

Spirulina Eigentlich ist Spirulina keine Alge, sondern ein mehrzelliger Organismus aus der Gattung der Cyanobakterien. Von Spirulina gibt es 35 Arten, die am häufigsten als Nahrungsergänzung genutzte ist Spirulina platensis. Die blaugrünen Bakterien wachsen natürlich in subtropischen und tropischen Gewässern mit hohem Salzgehalt. Spirulina ist nach dem Trocknen direkt zum Verzehr geeignet und bei vielen indigenen Völkern ein traditionelles Lebensmittel. 1974 bezeichnete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Spirulina als bestes Nahrungsmittel der Zukunft. Im Gegensatz zu anderen Mikroalgen hat Spirulina keine Zellulosewände. Dadurch sind die enthaltenen Nährstoffe sehr gut bioverfügbar.
Chlorella Chlorella ist zwar nur ein Zehntel so groß wie Spirulina. Dafür verfügt sie über einen Zellkern mit einer dicken, mehrschichtigen Zellmembran, was Chlorella als echte Alge auszeichnet. Damit die Inhaltsstoffe bekömmlich, vollständig und ohne Energieverlust aufgenommen und dem Stoffwechsel unmittelbar zur Verfügung gestellt werden können, ist eine spezielle Behandlung der Zellwand notwendig. Der Einzeller gedeiht im Süßwasser. Zur Nahrungsergänzung wird gewöhnlich die Art Chlorella vulgaris verwendet.

Was die beiden Mikrolagen verbindet: Chlorella und Spirulina besitzen einen sehr hohen Proteingehalt mit rund 60 Prozent. Ferner enthalten die Algen alle (!) acht essentiellen sowie viele weitere proteinogene Aminosäuren. Hinzu kommen lebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Calcium und Magnesium – je nachdem, mit welchen Mineralien die Produktionssysteme angereichert werden –, viele Vitamine, Chlorophyll und andere sekundäre Pflanzenstoffe sowie Omega-6-Fettsäuren. Zum exklusiven Vitalstoffprofil von Chlorella gehört darüber hinaus ein hoher, leicht zu verstoffwechselnder Vitamin-B12-Gehalt. Das macht Chlorella zur Top-Nahrungsergänzung für Veganer und Vegetarier. Beide Algenarten sind im Gegensatz zu Meeresalgen übrigens jodarm.

Charakteristisch für Chlorella ist im Weiteren eine hohe Bindekapazität. Weil sich die Kugelalge mit Schadstoffen verbinden kann, wird sie in der Alternativmedizin zur Entgiftung und Schwermetallausleitung genutzt. Im Darm gehen die Süßwasseralgen mit Giften stabile Einheiten ein, so dass die Toxine über die Verdauung ausgeschieden werden können. Der Einsatz von Chlorella empfiehlt sich vor allem im Rahmen einer Amalgamentfernung .

Von Chlorella und Spirulina profitieren alle Personen mit einem besonderen Nährstoffbedarf. Sollten Sie dazu Fragen haben, beraten wir Sie gerne persönlich. Tipp: Hier lernen Sie unsere hauseigenen Kräuterbitter-Konzentrate  kennen.