Fruchtbarkeit und Kinderwunsch

Nahrungsergänzungen mit Eisen, Folsäure, Jod, Maca, Omega-3, Selen oder Zink sind in der Kinderwunschzeit sehr wichtig, da sie die Fruchtbarkeit erhöhen können und Frauen mit den Nährstoffen versorgen, die Mutter und Baby in der Schwangerschaft dringend benötigen.

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Fruchtbarkeit und Kinderwunsch: Wichtige Vitalstoffe für Sie und Ihn

Obwohl Schwangerschaft und Geburt als „natürlichste Sache der Welt“ gelten, ist es vom Kinderwunsch bis zum Abenteuer Elternschaft oft ein langer Weg. Geschätzt sind 1,5 Millionen Deutsche zwischen 25 und 49 Jahren ungewollt kinderlos. Faktoren wie Alter, physische und psychische Konstitution, Gewicht, Hormonhaushalt, Vorerkrankungen, Umweltgifte und Medikamente haben einen großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Frau. Dabei erhöhen eine ausgewogene Ernährung und die gezielte Versorgung mit Mikronährstoffen wie Folsäure oder Jod die Chance, mit einem gesunden Embryo schwanger zu werden. Nahrungsergänzungen sind also schon vor der Schwangerschaft sinnvoll, um die Fruchtbarkeit zu steigern und den Körper mit den Vitalstoffen zu versorgen, die das Baby braucht. Worauf es dabei ankommt, erfahren Sie hier.

Gut für die Fruchtbarkeit: Eine ausgewogene Ernährung fördert die Schwangerschaft

Dass eine pflanzenbasierte, vitalstoffreiche und basische Vollwertkost für das Wohlbefinden und den Ablauf sämtlicher Körperfunktionen elementar ist, wissen wir alle. Reift der Kinderwunsch, ist es allerdings noch wichtiger als sonst, auf den Speiseplan Acht zu geben, da ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und Fruchtbarkeit besteht. Und das gilt für beide Geschlechter: Eine unzureichende Nährstoffversorgung kann sich bei Frau und Mann negativ auf die Reproduktionsfähigkeit auswirken.

Das heißt nicht, dass die Zufuhr ausgesuchter Vitamine, Aminosäuren, essentieller Fettsäuren, Mineralien und Spurenelemente  automatisch schwanger werden lässt. Doch ein optimal versorgter Körper ist die beste Basis für Gesundheit , die wiederum eine Schlüsselvoraussetzung für die Schwangerschaft ist. Außerdem beeinflussen bestimmte Vitalstoffe wie Zink den Hormonhaushalt positiv und können so die Fruchtbarkeit steigern.

Ernährung und Kinderwunsch – allgemeine Tipps für die Fruchtbarkeit:

  • Pflanzenkost: Essen Sie mehrmals täglich frisches Obst oder Gemüse, am besten roh. Bessere Vitalstofflieferanten gibt es nicht. Greifen Sie zu Bio-Lebensmitteln, die enthalten weniger Pestizide als herkömmlich angebautes Obst und Gemüse. Zudem ist die Schwermetallbelastung geringer.
  • Vollkornprodukte: Diese sind raffinierten Getreideerzeugnissen (Weißmehl) aufgrund des Nähr- und Ballaststoffreichtums immer vorzuziehen. Außerdem schützen sie vor chronischen Krankheiten und fördern eine lebendige Darmflora. Auch Pseudogetreide wie Buchweizen, Hirse, Quinoa oder Reis liefern neben Ballaststoffen unheimlich viele Mikronährstoffe.
  • Proteine: Nüsse und Hülsenfrüchte sind hervorragende pflanzliche Eiweißquellen und tierischen Lebensmitteln aus gesundheitlichen Gründen vorzuziehen.
  • Fleisch: Ein kritischer Nährstoff für Kinderwunsch und Schwangerschaft ist Eisen, der vor allem in Fleisch zu finden ist. Abgesehen von der ethischen Komponente, die sich beim Fleischverzehr stellt, sind tierische Lebensmittel auch starke Säurebildner. Mediziner raten Schwangeren von einer veganen Ernährung ab bzw. den Mehrbedarf durch Nahrungsergänzungen zu decken. Wertvolle vegetarische Eisenlieferanten sind grünes Gemüse, Linsen sowie Vollkornprodukte aus Hafer, Hirse und Weizen.
  • Fisch: Ärzte empfehlen zwei Fischmahlzeiten wöchentlich, da Fisch Omega-3-Fettsäuren und Jod liefert. Doch aus Tierschutzgründen ist von Fisch abzuraten. Ohnehin sind durch Umweltgifte die meisten Wildfische schwermetallbelastet (Quecksilber) und Zuchtfische antibiotikaverseucht. Beides Faktoren, welche die Fruchtbarkeit herabsetzen. Eine Top-Alternative für Omega-3-Fettsäuren sind Leinsamen. Und wer konsequent Jodsalz verwendet und on top Kelp Algen verzehrt, ist vor einem Jodmangel geschützt.
  • Milchprodukte: Wegen des Calciumgehalts sind Milcherzeugnisse fester Bestandteil jeder Ernährungspyramide. Dabei ist das enthaltene Kasein nicht nur schwer verdaulich, es steht auch im Ruf, für die Entwicklung entzündlicher bzw. chronischer Krankheiten mitverantwortlich zu sein. Mandeln, Nüsse, dunkelgrüne Blattgemüse, Tofu und andere Sojaprodukte enthalten ebenfalls Calcium.
  • Trinken: Nicht nur bei Kinderwunsch ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Etwa zwei Liter Wasser oder ungesüßte Tees am Tag sind ideal.
  • Reduzieren: Alkohol, Koffein, Salz und Zucker sollten generell und in der Kinderwunschzeit besonders maßvoll verzehrt werden.
  • Weglassen: Fast Food, Fertigessen, stark verarbeitete Lebensmittel und Tabak schaden der Gesundheit. Raucherinnen warten zweimal so lange auf die Erfüllung des Kinderwunsches wie Nichtraucherinnen. In der Schwangerschaft und Stillzeit sind Alkohol und Nikotin tabu.
  • Gewicht: Bei Frauen und Männern wirken sich sowohl Unter- als auch Übergewicht negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Eine ausreichende Nährstoffversorgung ist bei Diäten sehr bedeutsam.

Dem Baby zuliebe – schon bei Kinderwunsch mit der Einnahme von Nahrungsergänzungen starten

Obwohl viele Mediziner allgemein Nahrungsergänzungen ablehnen, befürworten sie deren gezielte Einnahme in der Schwangerschaft, weil die werdende Mutter einen gesteigerten Vitalstoffbedarf hat und den Embryo mitversorgen muss. In der Schwangerschaft steigt der tägliche …

  • Eisenbedarf von 15 mg auf 30 mg (= 50 Prozent)
  • Folsäurebedarf von 0,4 mg auf 0,8 mg (= 50 Prozent)
  • Jodbedarf von 200 µg auf 230 µg (= 15 Prozent)
  • Zinkbedarf von 7 mg auf 10 mg (= 43 Prozent)

Dabei profitieren Frauen und Männer schon in der Kinderwunschzeit von regelmäßig eingenommenen Mikronährstoffen, da sie das Wohlbefinden und die Fruchtbarkeit steigern. In Deutschland besteht zwar nur ein minimales Risiko, an einem Vitaminmangel zu erkranken. Doch selbst bei einem umsichtig zusammengestellten Speiseplan lassen sich Mangelerscheinungen nicht immer vermeiden. Gerade bei den für Fruchtbarkeit und Schwangerschaft so wichtigen Vitalstoffen Eisen, Folsäure, Jod und Omega-3-Fettsäuren sieht die Versorgungslage schlecht aus, ohne dass es den Frauen bewusst ist. Hier schaffen Supplemente gezielt Abhilfe.

Mit diesen Mineralstoffen und Vitaminen unterstützen Sie die Fruchtbarkeit

1. Eisen: Für die Blutbildung ist Eisen zentral. Doch jede zweite Frau im gebärfähigen Alter ist nach Informationen der Bundesärztekammer aufgrund des Blutverlusts in der Periode von Eisenmangel betroffen. Wächst in der Schwangerschaft das Baby im Bauch heran, verdoppelt sich der Eisenbedarf. Viele Schwangere tun sich schwer, die empfohlenen 30 mg Eisen täglich mit der Nahrung aufzunehmen, da nur 15 Prozent des Eisens im Darm resorbiert werden. Das kann zu Blutarmut führen. Für Anämie sind Müdigkeit, Blässe, Unkonzentriertheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot und geringe Belastbarkeit typisch. Aufgrund dessen sollte schon bei Kinderwunsch die Zufuhr eisenreicher Lebensmittel verdoppelt und gegebenenfalls durch Eisen-Supplemente ergänzt werden. Tipp: Vitamin C unterstützt die Aufnahme von Eisen.

2. Folsäure: Das „Schwangerschaftsvitamin“ B9 ist in elementare Zellbildungs- und Zellteilungsprozesse involviert. Frauen benötigen Folsäure, um ihre Sexualhormone zu produzieren. Außerdem trägt Folsäure zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut während der Schwangerschaft bei. Ein Folsäure-Mangel in der Schwangerschaft kann zu schweren Missbildungen führen. Besonders wichtig ist Folsäure für den Neuralrohrschluss des ungeborenen Kindes. Da sich das Neuralrohr schon in den ersten Schwangerschaftswochen schließt, also zu einem Zeitpunkt, an dem Frauen oft noch nicht wissen, dass sie schwanger sind, sollten sie schon in der Kinderwunschzeit gezielt Folsäure zu sich nehmen. So ist der Körper vorbereitet, wenn es zur Befruchtung kommt. Studien haben gezeigt, dass Frauen im gebärfähigen Alter viel zu wenig Folsäure mit der Nahrung aufnehmen. Brokkoli, Grünkohl, Rucola, Sojabohnen, Spargel, Vollkornprodukte und Weizenkleie sind gute Folsäure-Lieferanten. Doch der erhöhte Bedarf schwangerer Frauen lässt sich über das Essen kaum decken.

3. Jod: Deutschland gilt als Jod-Mangelgebiet. Das Spurenelement ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone und für eine normale Funktion der Schilddrüse unerlässlich. Von dieser hängen das hormonelle Gleichgewicht und die Produktion der Geschlechtshormone ab. Eine durch Jodmangel verursachte Schilddrüsenunterfunktion kann zu Unfruchtbarkeit führen. Weiterhin erhöht Jodmangel das Risiko für Fehlgeburten. Auch die geistige Entwicklung des Kindes kann durch Jodmangel beeinträchtigt werden. Bei Kinderwunsch sollte eine gesunde Schilddrüsenfunktion gewährleistet und die Jod-Speicher gefüllt sein, so dass nach der Befruchtung der Fötus optimal versorgt wird. Ab der 10. Woche beginnt der Embryo, eigene Schilddrüsenhormone zu produzieren. Dadurch steigt der mütterliche Jodbedarf. Eine gute natürliche und unbedenkliche Jod-Quelle sind Kelp Algen.

4. Omega-3-Fettsäuren: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für das Wohlbefinden unersetzlich. Studien legen nahe, dass sie die Chance schwanger zu werden und zu bleiben, erhöhen. Auch die Spermienqualität profitiert von einer ausreichenden Versorgung mit den „gesunden Fetten“. Zuletzt tragen Omega-3-Fettsäuren beim Fötus und Säugling zur normalen Entwicklung der Augen und des Gehirns bei. Deshalb wird Schwangeren nahegelegt, auf den gezielten Verzehr von Omega-3-Fettsäuren Acht zu geben.

5. Selen: Vor allem für Männer ist Selen interessant, da es einen Beitrag zur normalen Spermabildung leistet. Nachweislich kann die zusätzliche Einnahme von Selen die Spermienmenge und -qualität verbessern und so den Kinderwunsch wahr werden lassen. Aber auch Frauen kommt die Selen-Einnahme zugute, da das Spurenelement die Fruchtbarkeit positiv beeinflusst. Deutschland gilt im Übrigen als Selen-Mangelgebiet, so dass sich generell die Zufuhr von Selen-Supplementen empfiehlt.

6. Vitamine: Für die Fruchtbarkeit spielt der Vitamin-B-Komplex (vor allem B5, B6, B12) eine tragende Rolle, da er an der Bildung von Sexualhormonen beteiligt ist. Vitamin B5 ist zudem ein wichtiger Bestandteil des Vitamin-D-Stoffwechsels. Vitamin D wirkt sich bei Frauen positiv auf den Hormonhaushalt aus. Bei Männern verbessert Vitamin D die Spermienqualität und -lebensdauer. Nach der Befruchtung trägt Vitamin D dazu bei, Schwangerschaftskomplikationen und Fehlentwicklungen beim Kind zu vermeiden.

7. Zink: Weil das Spurenelement den Spermien auf die Sprünge hilft und sie widerstandsfähiger und ausdauernder macht, hat Zink bei Kinderwunsch für Männer eine große Bedeutung. Aber Zink ist bei der Kinderplanung für Frauen gleichermaßen wichtig, da Zink die Bildung von Östrogen und Progesteron anregt, am Stoffwechsel anderer für die Fruchtbarkeit wichtiger Hormone beteiligt ist und zur Entwicklung einer befruchtungsfähigen Eizelle beiträgt. Während der Schwangerschaft fördert Zink eine gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes und beugt einer vorzeitigen Plazentaablösung vor.

Neben diesen „offiziellen“ Vitalstoffen für die Kinderwunschzeit gibt es mit dem peruanischen Superfood Maca eine traditionelle Heilpflanze, die in den südamerikanischen Andenländern unter anderem als Aphrodisiakum sowie zur Steigerung der Fruchtbarkeit eingesetzt wird. Auszüge der Maca-Pflanze machten sich hierzulande in den letzten Jahren als „Anden-Ginseng“ und „peruanisches Viagra“ einen Namen. Vollkommen zurecht.

Maca bei Kinderwunsch: Zur Steigerung der Fruchtbarkeit und Libido

Maca ist ein kartoffelartiges Gewächs aus der Familie der Kreuzblütengewächse und in den peruanischen Anden-Hochebenen zuhause. Dort, in Höhenlagen von 3000 bis 4500 Metern, wird sie seit rund 2000 Jahren von den Einheimischen kultiviert. Aufgrund des exklusiven Nährstoffgehalts und vielseitigen Wirkspektrums gilt Maca in Peru als Grundnahrungsmittel und Heilpflanze. In Europa ist sie lediglich in Form von Nahrungsergänzungen erhältlich.

Durch die Vielzahl gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe bietet Maca ein breites Anwendungsspektrum. Klassische Einsatzgebiete sind:

  • Wechseljahresbeschwerden
  • Leistungssteigerung
  • Muskelaufbau
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Verdauungsbeschwerden

Besonders geschätzt wird Maca – von Frauen und Männern! – jedoch als Aphrodisiakum und Fruchtbarkeitsmittel. Deshalb empfehlen viele Naturheilkundler die Knolle bei Libido-Mangel, Potenzproblemen und unerfülltem Kinderwunsch. Verschiedene Studien konnten die lust- und potenzsteigernde Wirkung von Maca bestätigen. Schon 3 g Maca täglich genügen, um das Lustempfinden signifikant zu verbessern.

Von Maca gibt es verschiedene Sorten. Sie lassen sich an ihrer Farbe erkennen. Obwohl sich die Inhaltsstoffe nicht sonderlich unterscheiden, werden sie unterschiedlich verwendet. Für die Farbgebung sind Anthocyane verantwortlich. Je mehr dieses sekundären Pflanzenstoffs in der Knolle enthalten ist, umso dunkler ist sie.

Die verschiedenen Maca-Sorten und ihre Anwendungsgebiete:

Gelb Gelbe bzw. weiße bis cremefarbene Knollen sind am häufigsten. Gelbes Maca hellt die Stimmung  auf und fördert die sexuelle Lust und Lebensfreude bei beiden Geschlechtern. Frauen profitieren besonders von gelbem Maca in der Zeit der Postmenopause. 
Lila Lila Maca unterstützt Frauen bei Wechseljahrbeschwerden, die auf einen Progesteronmangel zurückgehen, zum Beispiel Stimmungsschwankungen und Migräne. 
Rot Das rote Maca ist die nährstoffreichste Sorte. Sie gilt als „Frauen-Maca“, da sie auf Wechseljahresbeschwerden, den Zyklus, PMS, die Fruchtbarkeit und Osteoporose einen positiven Einfluss hat. Männer mit Prostatabeschwerden profitieren ebenfalls von rotem Maca. Weiterhin empfiehlt sich rotes Maca bei Stress, Burn-out, Erschöpfung und Depressionen.
Schwarz Die seltenste, aber potenteste Sorte ist schwarzes Maca. Sie kurbelt die Libido an, erhöht die Potenz, die Spermienqualität, den Testosteronspiegel und das Muskelwachstum und stärkt die Nerven und Knochengesundheit.
Mix Sofern Maca-Nahrungsergänzungen nicht näher bezeichnet sind, handelt es sich um ein Mischkonzentrate/-pulver in erntetypischer Zusammensetzung. Diese bestehen zu mindestens 50 Prozent aus gelbem Maca. Allgemeines Misch-Maca steigert die Libido, Ausdauer und Vitalität und wirkt stimmungsaufhellend und immunstabilisierend. Auch der Blutdruck und Kreislauf profitieren von dem Sortenmix.

Im Wellnest Onlineshop erhalten Sie Maca als Macapulver 4:1 Extrakt in vegetarischen 500 mg Kapseln (1 Kapsel Maca-Extrakt = 2 g Maca-Wirkstoff) sowie als 100 ml Maca Bio Konzentrat. Dieses ist reich an sekundären Pflanzenstoffen und ätherischen Ölen. Bei beiden Erzeugnissen handelt es sich um Misch-Maca.